Freudenmädchen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Freudenmädchens · Nominativ Plural: Freudenmädchen
Aussprache 
Worttrennung Freu-den-mäd-chen
Wortzerlegung Freude Mädchen
eWDG

Bedeutung

verhüllend Prostituierte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Freude · freudig · Freudenhaus · Freudenmädchen
Freude f. ‘Hochstimmung, Glücksgefühl’, ahd. frewida (8./9. Jh.), frouwida (9. Jh.), mhd. vröude, vreude ist mit dem Abstraktsuffix ahd. -ida (germ. -iþō) zu dem unter froh (s. d.) behandelten Adjektiv gebildet. freudig Adj. ‘erfreulich, glücklich’ (16. Jh.). Freudenhaus n. ‘Bordell’ (18. Jh.); im 16./17. Jh. und vereinzelt bereits mhd. vröudenhūs allgemeiner ‘Haus, in dem Freude herrscht’. Freudenmädchen n. ‘Prostituierte, Dirne’ (18. Jh.) nach gleichbed. frz. fille de joie; hieraus erklärt sich die Bedeutungsverengung von Freudenhaus. Doch vgl. schon frühnhd. freudenweib (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dirne · Escort · Frau für spezielle Dienstleistungen · Freudenmädchen · Kurtisane · Liebesdame · Liebesdienerin · Liebesmädchen · Sexdienstleisterin · Straßendirne · Straßenprostituierte · käufliches Mädchen  ●  Callgirl  engl. · Escortgirl  engl. · Gunstgewerblerin  scherzhaft · Kokotte  veraltet · Lohndirne  veraltet · Lustdirne  veraltet · Prostituierte  Hauptform · gefallenes Mädchen  verhüllend, altertümelnd · Anbieterin für sexuelle Dienstleistungen  fachspr., Amtsdeutsch, Jargon · Bordsteinschwalbe  ugs. · Dorfmatratze  derb · Edelnutte  derb · Entspannungsdame  geh., verhüllend · Hartgeldnutte  derb · Hetäre  geh. · Horizontale  ugs. · Hure  ugs. · Metze  geh., historisch · Musche  ugs. · Nutte  derb, abwertend · Professionelle  ugs. · Schnepfe  ugs., abwertend · Sexarbeiterin  fachspr. · Straßenmädchen  ugs. · Strichmädchen  ugs. · betreibt das älteste Gewerbe der Welt  ugs. · eine, die es für Geld macht  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Freudenmädchen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Freudenmädchen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Freudenmädchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist bei den meisten unverheirateten Männern üblich, von Zeit zu Zeit ihr Verlangen bei einem Freudenmädchen zu befriedigen. [Gerling, Reinhold: Was muß man vor der Ehe von der Ehe wissen? In: ders., Das große Aufklärungswerk für Braut- und Eheleute, Dresden: Buchversand Gutenberg 1933 [1901], S. 245]
Am Broadway verwandelt sie sich auch jetzt wieder in das freche Freudenmädchen. [Der Spiegel, 07.05.1984]
Eigentlich entgegen seiner friedfertigen Art, aber mit dem Geld, das er verdient, will er ein Freudenmädchen freikaufen. [Die Zeit, 26.11.2012 (online)]
In diesem Roman eines Freudenmädchens liegt der Ton auf Freude. [Die Zeit, 22.11.1963, Nr. 47]
Unter den siebenundzwanzig Delinquenten war eine Frau, ein Freudenmädchen, sie trug ein Kind auf dem Rücken. [Die Zeit, 16.10.1952, Nr. 42]
Zitationshilfe
„Freudenmädchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Freudenm%C3%A4dchen>.

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