Frisur, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Frisur · Nominativ Plural: Frisuren
Aussprache 
Worttrennung Fri-sur (computergeneriert)
Herkunft aus gleichbedeutend frisurefrz
eWDG

Bedeutung

Art und Weise, in der das Haar gekämmt, gelegt, gesteckt ist, Haartracht
Beispiele:
eine sorgfältige, kunstvolle, neue, hohe, hochgekämmte, gewagte Frisur
umgangssprachlichdie Frisur sitzt
eine moderne, veränderte Frisur haben
die Frisur ordnen, ändern
ihre lockere Frisur wippte um das Köpfchen [ H. MannSchlaraffenland1,112]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

frisieren · Friseur · Frisur
frisieren Vb. ‘das Haar kunstvoll, gefällig ordnen’ (Ende 17. Jh.), friseren (Anfang 17. Jh.). Das vielleicht durch Vermittlung von nl. friseren (vgl. ongefriseert 1629) aus frz. friser ‘kräuseln’ (von Haar, Stoff, Wasseroberfläche) entlehnte Verb steht anfangs auch (von der Perückenkunst übertragen?) für ‘(ein Kleidungsstück) mit Rüschen oder Krausen versehen, kräuseln’. Diesem Gebrauch folgt wohl die in der Kaufmannssprache entstandene Wendung eine Bilanz frisieren ‘beschönigen, zu eigenen Gunsten fälschen’ (19. Jh.). Mfrz. frz. friser schließt sich an im Mfrz. aufkommende Flexionsformen mit s-Erweiterung von afrz. (frz.) frire ‘backen, braten’ an, das aus lat. frīgere ‘braten, rösten, am Feuer dörren’ hervorgegangen ist. Die Bedeutungsentwicklung zu ‘kräuseln’ ist wohl im Hinblick auf die Verformung, das Krummwerden der Speisen beim Rösten und Braten entstanden. Friseur m. ‘Haarpfleger, -künstler, -schneider’ (Ende 17. Jh., neben Frisierer), französierende Bildung zum Verb (vgl. frz. coiffeur). Frisur f. ‘Haartracht’ (18. Jh.), aus gleichbed. frz. frisure.

Thesaurus

Synonymgruppe
Frisur · Haarschnitt · Schnitt

Typische Verbindungen zu ›Frisur‹ (berechnet)

adrett akkurat albern asymmetrisch auffällig aufgetürmt extravagant geföhnt gegelt gescheitelt gestylt hochgesteckt hochgetürmt hochtoupiert kunstvoll modisch onduliert ruinieren schick schnittig schrill schräg sitzen sitzend toupiert wechselnd wirr zaubern zerzaust zulegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Frisur‹.

Verwendungsbeispiele für ›Frisur‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zum guten Benehmen, zum Bewegen in der Öffentlichkeit gehören auch die Kleidung, die Frisur, die Mode. [Ichenhäuser, Ernst Z.: Erziehung zum guten Benehmen, Berlin: Volk u. Wissen 1983, S. 66]
Vera hingegen sah eleganter denn je aus, auch ihre Frisur war neu. [Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 385]
Wir kleiden uns wie er, wir versuchen, uns so zu bewegen, und selbstverständlich tragen wir auch seine Frisur. [Die Zeit, 13.03.1964, Nr. 11]
Sie ist nur etwas klein für den Kopf mit der widerborstigen Frisur. [Die Zeit, 30.01.2012, Nr. 05]
An diesem Mann mit der gepappten Frisur schien sich nie wieder etwas bewegen zu wollen. [Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 241]
Zitationshilfe
„Frisur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Frisur>.

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