Frosch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Frosch(e)s · Nominativ Plural: Frösche
Aussprache
Wortbildung mit ›Frosch‹ als Erstglied: ↗Froschauge · ↗Froschbrut · ↗Froschei · ↗Froschgeschwulst · ↗Froschgoscherl · ↗Froschkonzert · ↗Froschkönig · ↗Froschlaich · ↗Froschlarve · ↗Froschmann · ↗Froschmaul · ↗Froschperspektive · ↗Froschpfuhl · ↗Froschschenkel · ↗Froschteich · ↗Froschtest · ↗Fröschchen · ↗Fröschlein · ↗froschartig
 ·  mit ›Frosch‹ als Letztglied: ↗Erdfrosch · ↗Grasfrosch · ↗Knallfrosch · ↗Laubfrosch · ↗Moorfrosch · ↗Nackfrosch · ↗Nacktfrosch · ↗Ochsenfrosch · ↗Teichfrosch · ↗Wasserfrosch · ↗Wetterfrosch
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
zur Familie der Lurche gehörendes kleines, grünlich gefärbtes, schwanzloses Tier mit gedrungenem Körper, breitem Kopf, großen Augen und breitem Maul, das in der Nähe von Gewässern lebt, laute Quaktöne hervorbringen und mit seinen langen Hinterbeinen weite Sprünge ausführen kann
Beispiele:
ein kleiner, grüner Frosch
die Frösche quaken laut im Teiche
der Frosch sitzt ruhig auf dem Stein
in langen Sätzen sprangen die Frösche in den See
der Storch, das Kind hat einen Frosch gefangen
umgangssprachlich er ist kalt wie ein Frosch
umgangssprachlich wie ein Frosch (= in langen Sätzen) hüpfen
umgangssprachlich dasitzen wie der Frosch auf der Gießkanne (= einsilbig, nachdenklich dasitzen)
umgangssprachlich er liegt da wie ein geprellter Frosch (= er liegt völlig erschöpft da)
umgangssprachlich sich wie ein Frosch aufblasen (= großtun, prahlen)
bildlich
Beispiele:
sei doch kein Frosch! (= ziere dich doch nicht so, mache mit!)
einen Frosch im Halse, in der Kehle haben (= eine heisere, verquollene Stimme haben)
sprichwörtlich die Arbeit ist kein Frosch, sie hüpft uns nicht davon (= die Arbeit eilt nicht)
wer das nicht kennt, ist 'n erbärmlicher Frosch (= ein bedauernswerter Mensch) [G. Hauptm.SonnenaufgangV]
2.
springender Feuerwerkskörper
Beispiel:
Frösche in der Neujahrsnacht abbrennen
3.
Musik abschraubbares Griffende des Bogens von Streichinstrumenten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Frosch · Froschmann
Frosch m. Name für zu den Amphibien gehörende schwanzlose Tiere mit überlangen Hinterbeinen und daher gutem Sprungvermögen. Die germ. Formen (zum Teil mit r-Metathese) ahd. frosc (8. Jh.), mhd. vrosch, mnd. vors, vorsch, mnl. vorsc, nl. vors, aengl. forsc, frosc, anord. froskr können als Bildungen mit ie. sko-Suffix (germ. *fruska-) zu der unter ↗froh (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *preu- ‘springen, hüpfen’ angesehen werden; auf Gutturalerweiterungen der Wurzel würden dann aengl. frogga, engl. frog, anord. frauki ‘Frosch’ und auch russ. prýgat’ (прыгать) ‘springen, hüpfen’, auf eine Dentalerweiterung dagegen anord. frauðr ‘Frosch’ zurückgehen. Zieht man jedoch noch anord. frauð ‘Schaum’ heran, so kann von germ. *fruþska- bzw. *frauþki- als ‘schleimiges Tier’ ausgegangen werden, und Anschluß an eine Dentalerweiterung der Wurzel ie. *per(ə)-, *preu- ‘sprühen, spritzen, prusten, schnauben’ (s. ↗prusten) bzw. *(s)p(h)er-, *(s)preu- ‘streuen, säen, sprengen, spritzen, sprühen’ (s. ↗sprühen) wäre denkbar. Froschmann m. ‘frei schwimmender Taucher’ (für Arbeitseinsätze in und unter Wasser), Übersetzung von engl. frogman (Mitte 20. Jh.).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Frosch [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Explosionsramme  fachspr. · Explosionsstampfer  fachspr. · Explosionsstampframme  fachspr. · Frosch  ugs., veraltet, Jargon
Assoziationen
  • Rüttelstampfer · Vibrationsstampfer · Vibrostampfer

Typische Verbindungen
computergeneriert

Echse Eidechse Fisch Fledermaus Gequake Grille Heuschrecke Igel Insekt Kaulquappe Kröte Libelle Lurch Maus Molch Quaken Schildkröte Schlange Schneck Spinne Storch Teich Unke Vogel gekreuzigt hüpfen hüpfend küssen quaken quakend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Frosch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach dem Sprung kann der Frosch durch die Luft segeln.
Der Tagesspiegel, 17.08.2003
Das Märchen vom Frosch, der die Mickey Maus schluckt, wurde dann ja leider nicht fertig.
Süddeutsche Zeitung, 14.03.2001
Auch bei den Fröschen werden wir ähnlichen Dingen begegnen, und auch bei den Wirbellosen fehlt dergleichen nicht völlig.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 204
Der Frosch zog das von der Säure berührte Bein hoch.
Scheidt, Walter: Kulturbiologie, Jena: Fischer 1930, S. 35
Es folgten famose Frösche, reizend hergerichtet; sie schmeckten fast wie Huhn.
Wagner, Siegfried: Erinnerungen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1923], S. 21644
Zitationshilfe
„Frosch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Frosch>, abgerufen am 13.12.2018.

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