Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Frost, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Frost(e)s · Nominativ Plural: Fröste
Aussprache 
Mehrwortausdrücke  Väterchen Frost
eWDG

Bedeutungen

1.
Kälte, die bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt eintritt
Beispiele:
ein geringer, harter, rauer, heftiger, bitterer Frost
frühe, anhaltende, späte Fröste
der erste Frost des Jahres
leichter Frost trat ein
der zeitige Frost hat die Spätkartoffeln befallen
es ist, herrscht scharfer Frost
wir haben heute fünf Grad Frost
umgangssprachlichin den Mauern ist der Frost drin
umgangssprachlichder starke Frost steckt noch tief im Boden, in der Erde
umgangssprachlichder Frost ist noch nicht aus dem Acker
der schneidende Frost beißt uns in die Ohren
die Fröste klingen ab, lassen nach
Frost und Kälte empfinden, ertragen
bei krachendem Frost
bei strengem Frost friert sogar der Fluss zu
die Fenster gegen den Frost abdichten
in klirrendem Frost
vom Frost gerötete Nasen
er war blau vor Frost
vor Frost zittern
während nachts die Dachsparren im Froste krachen [ HesseCamenzind1,364]
bildlich
Beispiele:
der Frost des Todes
ein eisiger Frost ging von seinem Blick aus
gelähmt vom Frost des Alleinseins [ A. ZweigElfenbeinfächer109]
2.
Empfindung der Kälte, besonders bei Fieber
Beispiele:
heftiger Frost befiel ihn
er wurde von Frost geschüttelt
Frost und Hitze (= Fieber) haben
das Fieber jagte glühende Fröste durch seinen Körper
Sie fühlten leichten Frost über den Rücken streichen [ LöscherAlles Getrennte118]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Frost · frostig · frösteln · frosten
Frost m. ‘Temperatur unter dem Gefrierpunkt, Kälte’, ahd. frost (8. Jh.), mhd. vrost, asächs. frost, mnd. vrost (auch vorst), mnl. nl. vorst, aengl. forst (auch frost), engl. anord. schwed. frost (germ. *frusta-) gehören als mit Dentalsuffix gebildete Abstrakta zu dem unter frieren (s. d.) behandelten Verb. – frostig Adj. ‘kalt’, bildlich ‘unverbindlich, unfreundlich’ (vgl. kühl, eisig), mhd. vrostec, vrostic, ahd. frostag (9. Jh.). frösteln Vb. ‘zu Frost tendieren (vom Wetter), Anzeichen von Kälte empfinden’ (16. Jh.). frosten Vb. ‘zur Konservierung tiefen Temperaturen aussetzen’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Eiseskälte · Frost · Minustemperatur(en) · Temperatur(en) unter 0° Celsius · Väterchen Frost · arktische Kälte · bittere Kälte · eisige Kälte · eisige Temperatur(en) · grimmige Kälte · klirrende Kälte
Assoziationen
Synonymgruppe
Frische · Frost · Kälte · Kühle  ●  Niedrigtemperatur  Jargon
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Frost‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Frost‹.

Verwendungsbeispiele für ›Frost‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie ist die Luft unversöhnlich um sie gestellt, ein Wind, ein Frost, jedes für sich. [Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 183]
Ich brachte es nur stockend heraus, so schüttelte mich der Frost. [Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg – Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 185]
Und im Winter treibt der Frost die Platten nach außen. [Die Zeit, 10.09.1998, Nr. 38]
Nachts soll es wieder überall Frost geben, stellenweise bis minus zehn Grad. [Die Zeit, 07.03.2013 (online)]
Die ersten Blätter erscheinen im Juli, der Flor endet mit dem ersten Frost. [Reinhardt Höhn, Blumen für den Balkon: Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag 1976, S. 40]
Zitationshilfe
„Frost“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Frost>.

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