Frotzelei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Frotzelei · Nominativ Plural: Frotzeleien
Aussprache
WorttrennungFrot-ze-lei
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich, (besonders) süddeutsch, (besonders) österreichisch, umgangssprachlich, abwertend (fortwährendes) Frotzeln
Beispiele:
eine dauernde, alberne Frotzelei
er war die Zielscheibe hinterlistiger Frotzeleien
sie mussten sich immer seine Frotzeleien anhören, gefallen lassen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

frotzeln · Frotzelei
frotzeln Vb. ‘hänseln, aufziehen’; zunächst bair.-öst. Mundartwort, doch im 19. Jh. in die Allgemeinsprache eingegangen. Wohl zu ↗Fratze im Sinne von ‘Posse, albernes Gerede’ (s. d.). Frotzelei f. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Neckerei · ↗Schelmerei  ●  ↗Fopperei  ugs. · Frotzelei  ugs. · ↗Häkelei  ugs., österr. · ↗Hänselei  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber das ist nicht böse gemeint, das ist lustige Frotzelei.
Bild, 02.03.2004
Leider gelangen ihm nur ein paar kokette Frotzeleien, nicht aber eine amüsante Verteidigung guter Unterhaltung.
Die Zeit, 22.10.1971, Nr. 43
Am Abend gab es kleine Frotzeleien, weil sie laut Protokoll gezwungen waren, gemeinsam in den deutschen Film zu gehen.
Süddeutsche Zeitung, 21.05.2004
Da ist natürlich viel Frotzelei im Spiel, aber solche Geplänkel kosten Zeit.
Der Tagesspiegel, 26.05.2003
Haringer diente diese epochale Figur der Literaturgeschichte auch als Vorwand, der deutschen Kritikerelite und Erfolgsautorengilde seiner Zeit ein paar wüstwitzige Frotzeleien zu servieren.
konkret, 1982
Zitationshilfe
„Frotzelei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Frotzelei>, abgerufen am 21.09.2019.

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