Fußangel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungFuß-an-gel (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
spitzes Eisen, das in Grundstücken ausgelegt wird, um eindringende Diebe am Fuß zu verletzen
Beispiele:
im Garten Fußangeln auslegen
in eine Fußangel treten
2.
übertragen etwas, wodurch jemand überlistet, gefangen werden soll
Beispiele:
seine Fragen waren Fußangeln
sich in den Fußangeln eines Gesetzes verstricken, verfangen
die Fußangeln der lateinischen Grammatik (= die komplizierten Regeln der lateinischen Grammatik, bei denen man leicht Fehler machen kann)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fuß · fußen · Fußangel · Fußball · Fußgänger · Fußstapfe · Fußvolk
Fuß m. ‘unterer Teil des Beines’, vielfach übertragen auf andere einen Körper (Gefäß, Möbelstück, Bauteil u. a.) tragende Elemente, älter auch Längenmaß, ahd. fuoʒ (8. Jh.), mhd. vuoʒ, asächs. fōt, mnd. vōt, mnl. nl. voet, aengl. fōt, engl. foot, anord. fōtr (germ. *fōt-) und got. fōtus (germ. *fōtu-) sowie aind. pā́t (Akkusativ pā́dam), griech. pū́s, dor. pṓs, pós, Genitiv podós (πούς, πώς, πός, ποδός), lat. pēs (Genitiv pedis) ‘Fuß’ führen auf die Wurzel ie. *pē̌d-, *pō̌d- ‘Fuß’. fußen Vb. ‘sich stützen, sich gründen’, mhd. vuoʒen. Fußangel f. ‘Falle, Hindernis’ (15. Jh.). Fußball m. (17. Jh.), nach engl. football. Fußgänger m. ‘wer sich zu Fuß fortbewegt’, mhd. vuoʒgenger ‘Fußsoldat’. Fußstapfe f. ‘Fußabdruck, Fußspur’, gebildet mit ↗Stapfe (s. d.), durch falsche Abtrennung öfter auch Fußtapfe; ahd. fuoʒstapho (Hs. 12. Jh.), mhd. vuoʒstaphe. Fußvolk n. ‘Truppe zu Fuß’, mhd. vuoʒvolc; heute auch scherzhaft ‘einflußlose Menge’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fußangel · Krähenfuß · ↗Wurfeisen
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Falle · Fußangel · ↗Hindernis · ↗Schwierigkeit

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fallstrick Stolperstein aufzeigen ausgelegt auslegen bergen enthalten gefährlich juristisch lauern stolpern verbergen verfangen verheddern vermeiden verstecken voll zahlreich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fußangel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Trotzdem lassen sich mit der richtigen Planung viele Fußangeln umgehen und Fehler vermeiden.
Süddeutsche Zeitung, 16.04.2003
Das ist eine Fußangel, an der sich die Geschichte noch verfangen wird.
Die Zeit, 30.09.1999, Nr. 40
Wer sich von Haus aus gut und zuvorkommend benimmt, findet in der dänischen Etikette keinerlei Fußangeln.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 600
An der Ecke des Altstädter Platzes prallten sie zurück und standen, als würden die Füße von Fußangeln gehalten.
Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 281
Sonst richte ich nächstens vor der Tür Selbstschüsse oder Fußangeln ein.
Hauptmann, Gerhart: Die Ratten, Berlin: S. Fischer 1942 [1911], S. 627
Zitationshilfe
„Fußangel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fußangel>, abgerufen am 07.12.2019.

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