Furt, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Furt · Nominativ Plural: Furten
Aussprache
eWDG, 1967

Bedeutung

seichte Stelle, an der man einen Fluss durchqueren kann
Beispiele:
die Soldaten suchten eine Furt über den Fluss
eine flache, knietiefe, schmale Furt
durch die Furt waten, mit dem Auto fahren
die Furt durchqueren, überqueren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Furt f. ‘flache Durchgangsstelle in einem Fluß oder Gewässer’, ahd. furt m. (um 800), mhd. vurt m., (md.) furt, fort m. f., asächs. ford n., mnd. vōrde, vȫrde m. n. f., vōrt, vōrd m., mnl. voort, voirt, vort, nl. voord (germ. *furdu-) und aengl. ford m., engl. ford (wohl germ. *furda-) stehen mit lat. portus ‘Hafen’, porta ‘Tor’ als schwundstufige Formen neben hochstufigem ↗Fjord (s. d.) und gehören als tu-Abstrakta (ie. *pṛtu-) im Sinne von ‘Durchgang’ zu der unter ↗fahren (s. d.) angegebenen Wurzel.

Thesaurus

Synonymgruppe
Furt · ↗Untiefe
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brücke Feuer Fluß Kundus-Fluss durchqueren flach schmal steinern überqueren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Furt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie haben den Tag über nichts gegessen, sie haben Hunger, viele junge Männer brechen dennoch zur Furt auf.
Die Zeit, 01.02.2010, Nr. 05
Zwischendurch - nach rund 240 Metern - gibt es eine Furt zum Durchqueren.
Bild, 12.01.1999
Das ist doch eine Furt, ungefährlich und schon von tausend Rindern begangen.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 345
Das ließ sich ertragen, aber durch die Furt mußte ein Ortskundiger das erste Tier sorgfältig führen.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 3096
Ich gab daher sofort den Befehl zum Durchschreiten der Furt.
Liliencron, Adda Freifrau von: Krieg und Frieden, Erinnerungen aus dem Leben einer Offiziersfrau. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 45222
Zitationshilfe
„Furt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Furt>, abgerufen am 16.09.2019.

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