Futter, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Futters · Nominativ Plural: Futter · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungFut-ter
Wortbildung mit ›Futter‹ als Erstglied: ↗Futteranbau · ↗Futterautomat · ↗Futterbasis · ↗Futterbau · ↗Futterbeutel · ↗Futtererbse · ↗Futterfläche · ↗Futtergerste · ↗Futtergetreide · ↗Futtergras · ↗Futtergrundlage · ↗Futterhaus · ↗Futterhäuschen · ↗Futterkammer · ↗Futterkartoffel · ↗Futterkiste · ↗Futterkrippe · ↗Futterküche · ↗Futtermangel · ↗Futtermehl · ↗Futtermeister · ↗Futtermittel · ↗Futternapf · ↗Futterneid · ↗Futterpaket · ↗Futterpflanze · ↗Futterplatz · ↗Futterration · ↗Futterraufe · ↗Futterreißer · ↗Futterroggen · ↗Futterrübe · ↗Futtersack · ↗Futterschneidemaschine · ↗Futterschneidmaschine · ↗Futterschüssel · ↗Futtersilo · ↗Futterstelle · ↗Futtersuche · ↗Futtertrog · ↗Futterverwerter · ↗Futterverwertung · ↗Futtervorrat · ↗Futterwirtschaft · ↗Futterzustand · ↗futterneidisch
 ·  mit ›Futter‹ als Letztglied: ↗Anflugfutter · ↗Aufzuchtfutter · ↗Beifutter · ↗Erhaltungsfutter · ↗Fischfutter · ↗Grasfutter · ↗Grundfutter · ↗Grünfutter · ↗Grützfutter · ↗Gärfutter · ↗Hühnerfutter · ↗Kanonenfutter · ↗Katzenfutter · ↗Kleefutter · ↗Kraftfutter · ↗Körnerfutter · ↗Leistungsfutter · ↗Lesefutter · ↗Mastfutter · ↗Mischfutter · ↗Pferdefutter · ↗Raufutter · ↗Rinderfutter · ↗Saftfutter · ↗Schweinefutter · ↗Studentenfutter · ↗Tierfutter · ↗Trockenfutter · ↗Viehfutter · ↗Vogelfutter · ↗Weichfutter · ↗Winterfutter · ↗Zufutter
eWDG, 1967

Bedeutung

Nahrung
a)
für Tiere
Beispiele:
dem Vieh (frisches, grünes, getrocknetes) Futter geben
den Kühen Futter in die Tröge schütten
in diesem Jahr ist genug Futter gewachsen
Futter für die Kaninchen holen, suchen, schneiden, mähen
die Schweine bekommen Kartoffeln, Schrot als Futter
bei Schnee muss das Wild lange nach Futter suchen
den Vögeln im Winter Futter hinstreuen
das Pferd steht, ist gut im Futter (= ist gut genährt)
b)
salopp für Menschen
Beispiel:
[du] mußt standhaft dein Futter verweigern [ZuchardtSpießrutenlauf177]
c)
umgangssprachlich, übertragen
Beispiele:
geistig interessierte junge Menschen brauchen viel Futter (= geistigen Stoff)
[er] kämpft wie ein Gladiator, um den sieben Druckerpressen ständig Futter (= Arbeit) zu geben [St. ZweigBalzac103]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Futter1 · füttern1 · Fütterung
Futter1 n. ‘Nahrung für Tiere’, ahd. fuotar (8. Jh.), mhd. vuoter ‘Nahrung, Speise, Lebensunterhalt, Futter’, mnd. vōder, mnl. voeder, nl. voeder, voer, aengl. fōdor, engl. fodder, anord. fōðr, schwed. foder sind wie das (im Nhd. untergegangene) Verb ahd. fuoten (8. Jh.), mhd. vuoten ‘nähren, pflegen, weiden, füttern’, asächs. fōdian, mnl. nl. voeden, aengl. fēdan, engl. to feed, anord. fœða, schwed. föda, got. fōdjan verwandt mit griech. paté͞isthai (πατεῖσθαι) ‘essen und trinken’, lat. pāscere (pāstum) ‘fressen lassen, weiden, füttern, ernähren’, pānis (aus *pastnis) ‘Brot’, aslaw. pasti, russ. pastí (пасти) ‘hüten, weiden lassen’. Sie alle sind mit unterschiedlichen Suffixen gebildet zur Wurzel ie. *pā- ‘füttern, ernähren, weiden’. füttern1 Vb. ‘mit Nahrung versorgen, ernähren’, ahd. fuotiren (9. Jh.), mhd. vuotern, vüetern, vom Substantiv abgleitet. Daneben besteht bis zur Gegenwart die intransitive Parallelform futtern, die in neuerer Zeit (19. Jh.) die Bedeutung ‘einer Speise kräftig zusprechen, einen gesunden Appetit entwickeln’ annimmt. Fütterung f. ‘Ernährung, das Verabreichen von Nahrung’, ahd. fuot(i)runga (9. Jh.), spätmhd. vuoterunge, vüeterunge ‘Nahrung, Lieferung von Futter’.

Futter2 · füttern2 · Futteral
Futter2 n. ‘Unterlegung, Auskleidung’ (meist auf der Innenseite von Textilien, Behältern, doch vgl. auch Türfutter), ahd. fuotar (Hs. 12. Jh.; vgl. fedarfuotar ‘Federbehälter, -büchse’, 8. Jh., bogafuotar ‘schützender Überzug über den Bogen, Bogenfutteral’, 9. Jh.), mhd. vuoter ‘Unterfutter, Futteral, Schwertscheide’, mnd. vōder ‘Unterfutter, Futteral, Besteck-, Brieftasche, Umschlag’, mnl. voeder, aengl. fōþor ‘Hülle, Futteral’, got. fōdr ‘Schwertscheide’ und (aus dem Mnd.) anord. fōðr ‘Futteral, Schwertscheide’ sind wie aind. pā́tram ‘Behälter, Gefäß’ mit dem Suffix ie. -tro- gebildete Instrumentalbezeichnungen zur Wurzel ie. *pō(i)-, *pī- ‘Vieh weiden, hüten’, daraus ‘schützen’, auch ‘durch Bedecken schützen’, zu der auch aind. pā́ti ‘schützt, behütet, bewahrt’, griech. pṓÿ (πῶυ) ‘Herde’, poimḗn (ποιμήν) ‘(Schaf)hirt’, lit. piemuõ ‘Hirt(enknabe)’ gehören. Ausgangsbedeutung für das Germ. ist ‘schützende Hülle, Behälter’. füttern2 Vb. ‘mit einer Auskleidung, Polsterung versehen’, mhd. vuotern, vüetern. Futteral n. ‘Hülle, Etui’ (15. Jh.), gebildet nach mlat. fotrale, einer in Vokabularien des 15. Jhs. bezeugten Ableitung von mlat. fotrum ‘Kapsel, Behälter’, einer Latinisierung von mhd. vuoter bzw. mnd. vōder.

Thesaurus

Synonymgruppe
Futter · ↗Kost · ↗Nahrung
Biologie
Synonymgruppe
Futter · ↗Fütterung · ↗Mast · ↗Tiernahrung  ●  ↗Fressen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Dreibackenfutter · Futter
Oberbegriffe
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Futter · Vierbackenfutter
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Dreibackenfutter · Futter
  • Spannzange

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antibiotikum Dioxin Geflügel Huhn Kuh Napf Schwein Tierarzt Tiermehl Trog Vieh Wiederkäuer anbauen beimischen belastet betteln dioxinverseucht fressen kontaminiert mischen mästen pflanzlich picken verfüttern vergiftet verseucht verunreinigt wegfressen wirtschaftseigen zukaufen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Futter‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Deutsche Bauern hätten die Belastung des Futters kaum bemerken können.
Die Zeit, 01.03.2013 (online)
Wir haben nicht mal mehr genug Futter für unsere Tiere, müssen einige schlachten.
Bild, 24.07.2003
Alle schwören, sich in die Tiefe zu stürzen, sollten sie am nächsten Tag das gleiche Futter vorfinden.
Der Tagesspiegel, 06.04.1999
Es war außerordentlich schwierig in dieser ganzen Zeit, für die Tiere Futter zu beschaffen.
Maltzan, Maria von: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Berlin: Ullstein 1998 [1986], S. 162
Das Futter war so teuer, daß es die Bauern nicht erschwingen konnten.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 97
Zitationshilfe
„Futter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Futter#1>, abgerufen am 19.10.2019.

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Futter, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Futters · Nominativ Plural: Futter · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungFut-ter
Wortbildung mit ›Futter‹ als Erstglied: ↗Futtermauer · ↗Futterseide · ↗Futterstoff · ↗Futterstück
 ·  mit ›Futter‹ als Letztglied: ↗Einknöpffutter · ↗Fensterfutter · ↗Glanzfutter · ↗Hutfutter · ↗Mantelfutter · ↗Mauerfutter · ↗Ofenfutter · ↗Pelzfutter · ↗Rockfutter · ↗Schamottefutter · ↗Seidenfutter · ↗Steinfutter · ↗Taschenfutter · ↗Türfutter · ↗Wattefutter · ↗Westenfutter · ↗Zwischenfutter · ↗Ärmelfutter
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
(glatter dünner) Stoff auf der Innenseite von Kleidungsstücken oder Täschnerwaren
Beispiele:
seidenes, dunkles, kariertes Futter
das Futter zuschneiden, einnähen, auftrennen, heraustrennen
das Futter im Jackett, Ärmel hat sich gelöst
ein Mantel mit ausknöpfbarem Futter
das zerrissene Futter ausbessern
das Futter soll das Ausbeulen der Knie verhindern
das Futter im Kleid, Rock
das Futter des Hutes, Schuhes, Portemonnaies, Etuis, der Brieftasche, Handtasche
ein Campingbeutel mit abwaschbarem Futter (= mit Kunststofffolie ausgekleidet)
ein Briefumschlag mit Futter (= mit dünnem dunklem Papier ausgekleidet)
2.
übertragen verkleidende, auskleidende Schicht
a)
Bauwesen verkleidende, auskleidende Schicht aus Holz an innenliegenden seitlichen und oberen Begrenzungsflächen der Türöffnungen, Fensteröffnungen
b)
Technik auskleidende Schicht aus feuerfesten Steinen in Schmelzöfen; auskleidende Schicht Isolierstoffen in Feuerungsräumen, Kesseln
c)
Schicht unter dem Hut von Pilzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Futter1 · füttern1 · Fütterung
Futter1 n. ‘Nahrung für Tiere’, ahd. fuotar (8. Jh.), mhd. vuoter ‘Nahrung, Speise, Lebensunterhalt, Futter’, mnd. vōder, mnl. voeder, nl. voeder, voer, aengl. fōdor, engl. fodder, anord. fōðr, schwed. foder sind wie das (im Nhd. untergegangene) Verb ahd. fuoten (8. Jh.), mhd. vuoten ‘nähren, pflegen, weiden, füttern’, asächs. fōdian, mnl. nl. voeden, aengl. fēdan, engl. to feed, anord. fœða, schwed. föda, got. fōdjan verwandt mit griech. paté͞isthai (πατεῖσθαι) ‘essen und trinken’, lat. pāscere (pāstum) ‘fressen lassen, weiden, füttern, ernähren’, pānis (aus *pastnis) ‘Brot’, aslaw. pasti, russ. pastí (пасти) ‘hüten, weiden lassen’. Sie alle sind mit unterschiedlichen Suffixen gebildet zur Wurzel ie. *pā- ‘füttern, ernähren, weiden’. füttern1 Vb. ‘mit Nahrung versorgen, ernähren’, ahd. fuotiren (9. Jh.), mhd. vuotern, vüetern, vom Substantiv abgleitet. Daneben besteht bis zur Gegenwart die intransitive Parallelform futtern, die in neuerer Zeit (19. Jh.) die Bedeutung ‘einer Speise kräftig zusprechen, einen gesunden Appetit entwickeln’ annimmt. Fütterung f. ‘Ernährung, das Verabreichen von Nahrung’, ahd. fuot(i)runga (9. Jh.), spätmhd. vuoterunge, vüeterunge ‘Nahrung, Lieferung von Futter’.

Futter2 · füttern2 · Futteral
Futter2 n. ‘Unterlegung, Auskleidung’ (meist auf der Innenseite von Textilien, Behältern, doch vgl. auch Türfutter), ahd. fuotar (Hs. 12. Jh.; vgl. fedarfuotar ‘Federbehälter, -büchse’, 8. Jh., bogafuotar ‘schützender Überzug über den Bogen, Bogenfutteral’, 9. Jh.), mhd. vuoter ‘Unterfutter, Futteral, Schwertscheide’, mnd. vōder ‘Unterfutter, Futteral, Besteck-, Brieftasche, Umschlag’, mnl. voeder, aengl. fōþor ‘Hülle, Futteral’, got. fōdr ‘Schwertscheide’ und (aus dem Mnd.) anord. fōðr ‘Futteral, Schwertscheide’ sind wie aind. pā́tram ‘Behälter, Gefäß’ mit dem Suffix ie. -tro- gebildete Instrumentalbezeichnungen zur Wurzel ie. *pō(i)-, *pī- ‘Vieh weiden, hüten’, daraus ‘schützen’, auch ‘durch Bedecken schützen’, zu der auch aind. pā́ti ‘schützt, behütet, bewahrt’, griech. pṓÿ (πῶυ) ‘Herde’, poimḗn (ποιμήν) ‘(Schaf)hirt’, lit. piemuõ ‘Hirt(enknabe)’ gehören. Ausgangsbedeutung für das Germ. ist ‘schützende Hülle, Behälter’. füttern2 Vb. ‘mit einer Auskleidung, Polsterung versehen’, mhd. vuotern, vüetern. Futteral n. ‘Hülle, Etui’ (15. Jh.), gebildet nach mlat. fotrale, einer in Vokabularien des 15. Jhs. bezeugten Ableitung von mlat. fotrum ‘Kapsel, Behälter’, einer Latinisierung von mhd. vuoter bzw. mnd. vōder.

Thesaurus

Synonymgruppe
Futter · ↗Kost · ↗Nahrung
Biologie
Synonymgruppe
Futter · ↗Fütterung · ↗Mast · ↗Tiernahrung  ●  ↗Fressen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Dreibackenfutter · Futter
Oberbegriffe
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Futter · Vierbackenfutter
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Dreibackenfutter · Futter
  • Spannzange

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antibiotikum Dioxin Geflügel Huhn Kuh Napf Schwein Tierarzt Tiermehl Trog Vieh Wiederkäuer anbauen beimischen belastet betteln dioxinverseucht fressen kontaminiert mischen mästen pflanzlich picken verfüttern vergiftet verseucht verunreinigt wegfressen wirtschaftseigen zukaufen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Futter‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Über seinem Arm baumelte ein langer Mantel mit braunkariertem Futter.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 104
Denn wer vermöchte mit einem Griff das Futter der Zeit nach außen zu kehren?
Benjamin, Walter: Das Passagen-Werk. In: Tiedemann, Rolf (Hg.), Gesammelte Schriften Bd. 5,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1982 [1928-1929, 1934-1940], S. 153
Und drittens war es mit einer Nadel am Futter befestigt.
Kästner, Erich: Emil und die Detektive, Hamburg: Dressler 1991 [1928], S. 50
Sie packte seinen kleinen Rock, griff in das zerrissene Futter und fand dort ein mit einer Nadel befestigtes Blatt Papier.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 55
Er strich Kleister auf, klebte Futter an, falzte das Ganze zur Hülse, kleisterte, klebte nochmals, brach den Boden um, kleisterte die Tüte fertig.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 163
Zitationshilfe
„Futter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Futter#2>, abgerufen am 19.10.2019.

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Futter, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Futters · Nominativ Plural: Futter
Aussprache
WorttrennungFut-ter
Wortbildung mit ›Futter‹ als Letztglied: ↗Backenfutter · ↗Spannfutter
eWDG, 1967

Bedeutung

Technik Vorrichtung zum Einspannen von Werkstücken bei bestimmten Werkzeugmaschinen
Beispiel:
das Futter der Drehmaschine, Bohrmaschine
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Futter1 · füttern1 · Fütterung
Futter1 n. ‘Nahrung für Tiere’, ahd. fuotar (8. Jh.), mhd. vuoter ‘Nahrung, Speise, Lebensunterhalt, Futter’, mnd. vōder, mnl. voeder, nl. voeder, voer, aengl. fōdor, engl. fodder, anord. fōðr, schwed. foder sind wie das (im Nhd. untergegangene) Verb ahd. fuoten (8. Jh.), mhd. vuoten ‘nähren, pflegen, weiden, füttern’, asächs. fōdian, mnl. nl. voeden, aengl. fēdan, engl. to feed, anord. fœða, schwed. föda, got. fōdjan verwandt mit griech. paté͞isthai (πατεῖσθαι) ‘essen und trinken’, lat. pāscere (pāstum) ‘fressen lassen, weiden, füttern, ernähren’, pānis (aus *pastnis) ‘Brot’, aslaw. pasti, russ. pastí (пасти) ‘hüten, weiden lassen’. Sie alle sind mit unterschiedlichen Suffixen gebildet zur Wurzel ie. *pā- ‘füttern, ernähren, weiden’. füttern1 Vb. ‘mit Nahrung versorgen, ernähren’, ahd. fuotiren (9. Jh.), mhd. vuotern, vüetern, vom Substantiv abgleitet. Daneben besteht bis zur Gegenwart die intransitive Parallelform futtern, die in neuerer Zeit (19. Jh.) die Bedeutung ‘einer Speise kräftig zusprechen, einen gesunden Appetit entwickeln’ annimmt. Fütterung f. ‘Ernährung, das Verabreichen von Nahrung’, ahd. fuot(i)runga (9. Jh.), spätmhd. vuoterunge, vüeterunge ‘Nahrung, Lieferung von Futter’.

Futter2 · füttern2 · Futteral
Futter2 n. ‘Unterlegung, Auskleidung’ (meist auf der Innenseite von Textilien, Behältern, doch vgl. auch Türfutter), ahd. fuotar (Hs. 12. Jh.; vgl. fedarfuotar ‘Federbehälter, -büchse’, 8. Jh., bogafuotar ‘schützender Überzug über den Bogen, Bogenfutteral’, 9. Jh.), mhd. vuoter ‘Unterfutter, Futteral, Schwertscheide’, mnd. vōder ‘Unterfutter, Futteral, Besteck-, Brieftasche, Umschlag’, mnl. voeder, aengl. fōþor ‘Hülle, Futteral’, got. fōdr ‘Schwertscheide’ und (aus dem Mnd.) anord. fōðr ‘Futteral, Schwertscheide’ sind wie aind. pā́tram ‘Behälter, Gefäß’ mit dem Suffix ie. -tro- gebildete Instrumentalbezeichnungen zur Wurzel ie. *pō(i)-, *pī- ‘Vieh weiden, hüten’, daraus ‘schützen’, auch ‘durch Bedecken schützen’, zu der auch aind. pā́ti ‘schützt, behütet, bewahrt’, griech. pṓÿ (πῶυ) ‘Herde’, poimḗn (ποιμήν) ‘(Schaf)hirt’, lit. piemuõ ‘Hirt(enknabe)’ gehören. Ausgangsbedeutung für das Germ. ist ‘schützende Hülle, Behälter’. füttern2 Vb. ‘mit einer Auskleidung, Polsterung versehen’, mhd. vuotern, vüetern. Futteral n. ‘Hülle, Etui’ (15. Jh.), gebildet nach mlat. fotrale, einer in Vokabularien des 15. Jhs. bezeugten Ableitung von mlat. fotrum ‘Kapsel, Behälter’, einer Latinisierung von mhd. vuoter bzw. mnd. vōder.

Thesaurus

Synonymgruppe
Futter · ↗Kost · ↗Nahrung
Biologie
Synonymgruppe
Futter · ↗Fütterung · ↗Mast · ↗Tiernahrung  ●  ↗Fressen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Dreibackenfutter · Futter
Oberbegriffe
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Futter · Vierbackenfutter
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Dreibackenfutter · Futter
  • Spannzange

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antibiotikum Dioxin Geflügel Huhn Kuh Napf Schwein Tierarzt Tiermehl Trog Vieh Wiederkäuer anbauen beimischen belastet betteln dioxinverseucht fressen kontaminiert mischen mästen pflanzlich picken verfüttern vergiftet verseucht verunreinigt wegfressen wirtschaftseigen zukaufen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Futter‹.

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die keilförmig ausgebildeten Backen werden in einem Rahmen bzw. in einem Futter mit entsprechender Aufnahme geführt.
Menges, Georg u. Mohren, Paul: Anleitung für den Bau von Spritzgießwerkzeugen, München: Hanser 1974, S. 181
Zitationshilfe
„Futter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Futter#3>, abgerufen am 19.10.2019.

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