Göpelwerk

GrammatikSubstantiv
WorttrennungGö-pel-werk
WortzerlegungGöpelWerk
eWDG, 1969

Bedeutung

veraltet
Beispiele:
wenn es auch nur ein einfaches Göpelwerk war [PolenzBüttnerbauer1,140]
ich gehe im Kreise und bewege ein Göpelwerk [EichStimmen349]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Göpel · Göpelwerk
Göpel m. ‘von Zugtieren oder Menschen bewegte Vorrichtung zum Erzeugen einer Antriebskraft’ (zum Heben von Lasten, zum Betrieb von Arbeitsmaschinen), zuerst Gepel, Göpel (16. Jh.) im obersächsischen Bergbau des Erzgebirges; seit dem 19. Jh. auch für Maschinen in der Landwirtschaft. Die Bezeichnung stammt wohl aus dem Obsorb. und geht zurück auf asorb. *gybadło ‘Bewegungswerkzeug’; vgl. gleichbed. tschech. (älter) hýbadlo, obsorb. hibadłaŕ ‘Beweger’, nsorb. gibadło ‘Hefe’, sämtlich Bildungen zu slaw. *gibati ‘bewegen’; vgl. K. Müller in: ZfSl. 28 (1983) 438 f. Göpelwerk n. ‘Triebwerk der Dresch- oder Futtermaschine’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich spanne die Pferde an die dicke Deichsel des Göpelwerks und warte auf das Zeichen zum Anfahren.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 190
Früher rieselte das Wasser von den Leubnitzer Höhen herab, wurde durch ein Göpelwerk mit Ochsen angehoben und von steinernen Delphinen in die Bassins gespien.
Süddeutsche Zeitung, 24.08.2002
Zitationshilfe
„Göpelwerk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Göpelwerk>, abgerufen am 23.10.2019.

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