Gör, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gör(e)s · Nominativ Plural: Gören
DWDS-Verweisartikel

Bedeutung

norddeutsch, berlinisch
Synonym zu Göre (2)

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gör · Göre
Gör n. Göre f. (berlin. Jöhre) scherzhaft ‘kleines Kind’, geringschätzig ‘unartiges oder lebhaftes Kind’, stammt aus dem Nd. und ist seit dem 17. Jh. belegt. Die Herkunft ist ungeklärt. Es handelt sich vielleicht um eine Bildung zu einem Adjektiv, das in rhein. gor ‘gering, armselig’ erhalten und in der Ableitung ahd. gōrag (9. Jh.), mhd. gōrec ‘gering, armselig’ überliefert ist, so daß Gör(e) eigentlich als ‘kleines, armseliges Wesen’ zu deuten ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abkömmling · Heranwachsender · Nachfahre · Nachkomme · Nachwuchs · Sprössling  ●  (die) lieben Kleinen (u.a. mediensprachlich)  Plural · Kind  Hauptform · (das) Blag  ugs., ruhrdt. · (die) Blage  derb, abwertend · Balg  ugs., abwertend, veraltet · Gschropp  ugs., bayr. · Gör  ugs., berlinerisch · Kid  ugs. · Kiddie  ugs. · Kleine  ugs., weibl. · Kleiner  ugs., männl. · Kniebeißer  ugs., selten · Knirps  ugs. · Panz  ugs., kölsch · Spross  ugs. · Zögling  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Gör‹ (berechnet)

frech verzogen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gör‹.

Zitationshilfe
„Gör“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/G%C3%B6r>.

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