Gabelweihe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungGa-bel-wei-he
WortzerlegungGabelWeihe2
eWDG, 1967

Bedeutung

Raubvogel, der größer als der Bussard ist und einen etwa 10 Zentimeter tief gegabelten Schwanz hat
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Weih · Weihe1 · Gabelweihe
Weih m. heute meist Weihe1 f. (im 17. Jh. entwickelt aus den schwachen Pluralformen des Maskulinums), Name eines in mehreren Arten auftretenden Greifvogels, ahd. wīo m. (8. Jh.), mhd. wīe, wīge, wīhe, wīwe m., mnd. wīe, wīge m. f., mnl. wīwe, wīe, wūwe, wouwe, nl. wouw m.; vgl. auch den zweiten Wortteil in anord. langvē m. ‘Alk’ (Art wilde Fettgans). Herkunft unbekannt. Vielleicht zu der unter ↗Weide (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *u̯ei-, *u̯eiə- ‘gehen, auf etw. losgehen, etw. erstreben, erjagen, verfolgen, ersehnen’ sowie ‘Weg, Reihe’ gehörig und als ‘Jäger’ zu deuten? Oder angesichts einer Grundform germ. *wīwa- lautnachahmenden Ursprungs? Weitere Erklärungsversuche bei Neuss Ahd. Tierbezeichnungen (1973) 168 ff. Gabelweihe f. Rotmilan, mit auffällig gegabeltem Schwanz (18. Jh.).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Gabelweihe · ↗Königsweihe · Roter Milan · ↗Rotmilan
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bis dahin kreisen Mäusebussard und Gabelweihe und finden doch nichts am Boden.
Süddeutsche Zeitung, 02.10.1999
Unter Tollwutverdacht standen in der gleichen Zeit vier Füchse, zwei Rehböcke, ein Keiler, zwei Mäuse, und eine Gabelweihe.
Die Zeit, 28.07.1955, Nr. 30
Zitationshilfe
„Gabelweihe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gabelweihe>, abgerufen am 20.08.2019.

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