Gaden, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Worttrennung Ga-den
Wortbildung  mit ›Gaden‹ als Letztglied: ↗Obergaden
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Architektur Fensterbereich im oberen, über die Dächer der Seitenschiffe hinausragenden Teil des Mittelschiffs einer Basilika
2.
veraltet, noch landschaftlich
a)
Haus, das nur einen Raum oder ein Stockwerk hat
b)
Stube, Kammer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gadem · Gaden
Gadem, Gaden m. n. südd. schweiz. ‘Stockwerk, Stube, Kammer’, älter ‘aus nur einem Raum bestehendes Haus, Arbeits-, Vorrats-, Speiseraum’, ahd. gadum n. (8. Jh.), mhd. gadem, gaden n., mnd. gādem, gām n., mnl. gadem. Herkunft unbekannt.

Verwendungsbeispiele für ›Gaden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Stücke hortete er dann im Gaden als seinen kostbarsten Schatz.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 111
Als Montoya in der Box zu früh losfuhr, rollte er mit einem Vorderreifen über Gadens Fuß.
Der Tagesspiegel, 29.04.2002
Im südindischen Kloster Gaden wurden elf Mönche wegen Bruch der Gelübde vor die Tür gesetzt.
Süddeutsche Zeitung, 12.07.1997
Über Bamberg, Nürnberg, Regensburg, München, Chiemsee ging es nach Berchtes gaden, wo ein längerer Aufenthalt genommen werden sollte.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Zitationshilfe
„Gaden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gaden>, abgerufen am 13.08.2020.

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