Gag, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Gags · Nominativ Plural: Gags
Aussprache
HerkunftEnglisch
Wortbildung mit ›Gag‹ als Erstglied: ↗Gagschreiber  ·  mit ›Gag‹ als Letztglied: ↗PR-Gag · ↗Stilgag · ↗Werbegag
eWDG, 1967

Bedeutung

witziger Einfall in Film, Kabarett, Lustspiel
Beispiele:
kleine, heitere, kluge Gags
das Stück enthielt zwerchfellerschütternde Gags
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gag m. ‘witziger, wirkungsvoller Einfall’ (besonders im Film, Kabarett oder Lustspiel). In der 1. Hälfte des 20. Jhs. wird gleichbed. engl. gag übernommen, das eigentlich ‘Knebel, Mundsperre’ bedeutet, zum Verb engl. to gag ‘knebeln, (ver)stopfen’ (mengl. gaggen ‘erwürgen’), offenbar lautnachahmend für das Röcheln eines Erstickenden; im übertragenen Sinne zunächst ‘stopfendes Füllsel, Einschiebsel’. (Eine ähnliche Bedeutungsübertragung auch bei ↗Farce, s. d.)

Thesaurus

Synonymgruppe
Epigramm · ↗Geistesblitz · ↗Scherz · ↗Spruch · ↗Wortwitz · geistreiche Bemerkung · schlagfertige Äußerung  ●  ↗Aperçu  franz. · ↗Bonmot  franz. · ↗Pointe  franz. · Gag  ugs., engl. · ↗Joke  ugs., engl. · ↗Spaß  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Scherz · ↗Ulk · ↗Witz  ●  Gag  engl. · ↗Joke  engl.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Einfall Feuerwerk Gag Gimmick Kalauer Mätzchen Pointe Sketch Slapstick Stunt Wortspiel Wortwitz abgestanden ausdenken fad gelungen geschmacklos hübsch inszenatorisch lahm makaber modisch nett optisch platt schal surrealistisch szenisch visuell zünden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gag‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Geschichte ist etwas zu dünn, die Gags sind teilweise auch sehr flach.
Bild, 13.09.1999
Und jetzt plötzlich muß offenbar noch ein Gag her, irgendwie.
Der Tagesspiegel, 23.01.1999
Sie trinkt nicht, sie hat es nur so gesagt, als Gag.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 316
Das passiert mit Bildern vorwiegend in unlustigen Lustspielfilmen und heißt in der Filmsprache "Gag".
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 62
Nachdem der clevere Herr Borchert seinen journalistischen Gag verkauft hatte, durfte die dafür mißbrauchte Frau Borchert wieder zurück zu Kindern, Kochtopf und Kühlschrank.
Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 215
Zitationshilfe
„Gag“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gag>, abgerufen am 20.03.2019.

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