Gallikanismus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungGal-li-ka-nis-mus
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
Staatskirchentum in Frankreich mit Sonderrechten gegenüber dem Papst
  bis zur Französischen Revolution
b)
nationalkirchliche Bestrebungen in Frankreich
  bis zur Französischen Revolution

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In Frankreich hatte der eigentliche Gallikanismus nach 1830 kaum noch Vertreter.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 15931
Auch der Gallikanismus machte sich stark bemerkbar, zunächst in der Frage des Tridentinums, das lange umstritten blieb, bis es 1615 angenommen wurde.
Krüger, E.: Frankreich. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 1166
Die Ideen des Gallikanismus und der jansenistischen Bewegung standen sich in ihrem Ursprungsland noch bis in das folgende Jahrhundert hinein gegensätzlich gegenüber.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 2684
Mit dem Gallikanismus war die französische Kirche organischer Bestandteil der Staatsapparatur und der nationalen Politik geworden und sollte es für Jahrhunderte bleiben.
Merzbacher, Friedrich: Europa im 15. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 4690
Weder Gallikanismus, noch Marxismus, noch Neoprotestantismus sind also in unserem Falle brauchbare Kategorien.
Die Zeit, 18.03.1954, Nr. 11
Zitationshilfe
„Gallikanismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gallikanismus>, abgerufen am 12.11.2019.

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