Ganove, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ganoven · Nominativ Plural: Ganoven
Aussprache
WorttrennungGa-no-ve
HerkunftHebräisch
Wortbildung mit ›Ganove‹ als Erstglied: ↗Ganovensprache · ↗Ganovenstück · ↗Ganoventrick
eWDG, 1967

Bedeutung

salopp, abwertend Gauner, Dieb
Beispiel:
ein ausgemachter Ganove
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ganeff · Ganove
Ganeff m. ‘Dieb, Spitzbube, Betrüger’, aus jidd. gáneff, hebr. gannā́v ‘Dieb’, im Rotw. seit dem 17. Jh. bezeugt (vgl. rotw. genf(f)en ‘stehlen, mausen’, 16. Jh.). Der Plural hebr. gannāvī́m ergibt jidd. ganṓvem und ganṓven. Aus dieser vermeintlich dt. Pluralform wird ein Sing. Ganove m. rückgebildet, der im 19. Jh. in die Allgemeinsprache aufgenommen wird und einen ‘Betrüger’, vielfach auch einen ‘gerissenen, als vornehm getarnten Gauner’ bezeichnet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bandit · ↗Gangster · ↗Gauner · ↗Halunke · ↗Lump · ↗Schurke  ●  ↗Verbrecher  Hauptform · ↗Galgenstrick  ugs. · ↗Galgenvogel  ugs. · Ganove  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Betrüger Dealer Gangster Ganove Gauner Hure Schurke Unterwelt Zuhälter alternd aufhebeln ausgebufft ausrauben ausräumen entkommen erbeuten flüchten gesucht hartgesotten klauen maskiert operierend schnappen smart stehlen türmen verkleidet verpfeifen vorbestraft zertrümmern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ganove‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Irgendwie komme ich mir dabei wie ein kleiner Ganove vor.
Bild, 02.11.2001
Aber auch am Broadway selbst kann man Ganoven ins Netz gehen.
Der Tagesspiegel, 08.11.1997
Wie du dir das denkst, so macht es ein Amateur, aber kein alter Ganove.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 158
Fünfzehn erfahrene Ganoven durchkämmten in dieser Nacht die Stadt Marseille.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 268
Die Ganoven hatten eine Bezeichnung dafür, sie nannten jenen Teil der Beute, über dessen Verschwinden sie keine Auskunft geben konnten, den «Lebekies».
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 460
Zitationshilfe
„Ganove“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ganove>, abgerufen am 13.12.2019.

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