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Garantie, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Garantie · Nominativ Plural: Garantien
Aussprache 
Worttrennung Ga-ran-tie
Herkunft Französisch
Wortbildung  mit ›Garantie‹ als Erstglied: ↗Garantieanspruch · ↗Garantiebestimmung · ↗Garantieerklärung · ↗Garantiefonds · ↗Garantieleistung · ↗Garantiepakt · ↗Garantiepflicht · ↗Garantieschein · ↗Garantiesumme · ↗Garantiezeit
 ·  mit ›Garantie‹ als Letztglied: ↗Arbeitsplatzgarantie · ↗Bankgarantie · ↗Beschäftigungsgarantie · ↗Bestandsgarantie · ↗Eigentumsgarantie · ↗Erfolgsgarantie · ↗Gewährleistungsgarantie · ↗Kreditgarantie · ↗Lohngarantie · ↗Mietgarantie · ↗Mietpreisgarantie · ↗Mobilitätsgarantie · ↗Preisgarantie · ↗Rechtsgarantie · ↗Sicherheitsgarantie · ↗Sondergarantie · ↗Staatsgarantie · ↗Standortgarantie · ↗Stillhaltegarantie · ↗Vorabgarantie · ↗Werkgarantie · ↗Werksgarantie · ↗Zufriedenheitsgarantie
eWDG, 1967

Bedeutung

Bürgschaft, Gewähr
Beispiele:
für etw., jmdn. die Garantie übernehmen
das Werk gibt, leistet Garantie
für die Uhr erhalten Sie ein Jahr Garantie
ich habe für den Fernseher noch Garantie
dieser Vertrag stellt eine Garantie dar gegen jeden Überraschungsangriff
für die Einhaltung des Vertrages wurden Garantien angeboten
umgangssprachlichdarauf gebe ich dir meine Garantie (= ich versichere, dass es so ist)
umgangssprachlichich glaube bestimmt, dass ein Autobus dahin fährt, aber ohne Garantie (= ich kann mich nicht dafür verbürgen)
umgangssprachlichals Obmann hättest du dann ausgespielt. Todsicher! Unter Garantie! [ BredelSöhne11]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Garantie · garantieren · Garant
Garantie f. ‘Bürgschaft, Gewähr’, Entlehnung (nach Mitte 17. Jh.) von gleichbed. frz. garantie, zunächst in die Diplomatensprache, dann (2. Hälfte 18. Jh.) in den allgemeinen Sprachgebrauch. Etwa gleichzeitig (2. Hälfte 17. Jh.) wird garantieren Vb. ‘bürgen, gewährleisten, zusichern’ aus gleichbed. frz. garantir entlehnt und (im 18. Jh.) auch Garant m. ‘Bürge, Gewährsmann’ nach frz. garant. Afrz. garantie, auch (Lothringen) warantie und (Champagne) warandie, warenie ‘Bürgschaft, Gewähr, Sicherung, Schutz’ sowie afrz. garantir, guarantir, warandir ‘sichern, schützen, bestätigen’ sind Ableitungen von afrz. garant, guarant ‘Bürge, Zeuge, (Be)schützer’, auch ‘Bürgschaft, Schutz’, das seinerseits auf Entlehnung einer germ. Partizipialform, wohl von anfrk. *wārjan ‘als wahr bezeichnen, die Richtigkeit verbürgen’ beruht, einer Ableitung zu dem unter ↗wahr (s. d.) behandelten Adjektiv.

Thesaurus

Synonymgruppe
Garantie · Garantievertrag
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Garantie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Garantie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Garantie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Käufer ließ dies reparieren, der Händler verweigerte hierfür aber die Garantie.
Die Zeit, 19.10.2007 (online)
Viele Chinesen fassten solche Äußerungen als Garantie für nahezu sichere Gewinne auf.
Der Tagesspiegel, 24.04.2005
Sie brauchen Gesetze, um arbeiten zu können, und sie brauchen Garantien, daß diese Gesetze auch eingehalten werden.
Der Spiegel, 24.07.1995
Eine Garantie gegen Liegenbleiben gibt man Ihnen auch beim Kauf des modernsten Autos nicht mit.
o. A.: Eva und das Auto, Hamburg: BP Benzin und Petroleum Aktiengesellschaft Verl. 1966, S. 37
Zu dieser Zeit war Polen eine Garantie nur versprochen worden.
o. A.: Vierzehnter Tag. Donnerstag, 6. Dezember 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 17985
Zitationshilfe
„Garantie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Garantie>, abgerufen am 18.09.2020.

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