Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Garantie, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Garantie · Nominativ Plural: Garantien
Aussprache 
Worttrennung Ga-ran-tie
Herkunft aus gleichbedeutend garantiefrz
eWDG

Bedeutung

Bürgschaft, Gewähr
Beispiele:
für etw., jmdn. die Garantie übernehmen
das Werk gibt, leistet Garantie
für die Uhr erhalten Sie ein Jahr Garantie
ich habe für den Fernseher noch Garantie
dieser Vertrag stellt eine Garantie dar gegen jeden Überraschungsangriff
für die Einhaltung des Vertrages wurden Garantien angeboten
umgangssprachlichdarauf gebe ich dir meine Garantie (= ich versichere, dass es so ist)
umgangssprachlichich glaube bestimmt, dass ein Autobus dahin fährt, aber ohne Garantie (= ich kann mich nicht dafür verbürgen)
umgangssprachlichals Obmann hättest du dann ausgespielt. Todsicher! Unter Garantie! [ BredelSöhne11]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Garantie · garantieren · Garant
Garantie f. ‘Bürgschaft, Gewähr’, Entlehnung (nach Mitte 17. Jh.) von gleichbed. frz. garantie, zunächst in die Diplomatensprache, dann (2. Hälfte 18. Jh.) in den allgemeinen Sprachgebrauch. Etwa gleichzeitig (2. Hälfte 17. Jh.) wird garantieren Vb. ‘bürgen, gewährleisten, zusichern’ aus gleichbed. frz. garantir entlehnt und (im 18. Jh.) auch Garant m. ‘Bürge, Gewährsmann’ nach frz. garant. Afrz. garantie, auch (Lothringen) warantie und (Champagne) warandie, warenie ‘Bürgschaft, Gewähr, Sicherung, Schutz’ sowie afrz. garantir, guarantir, warandir ‘sichern, schützen, bestätigen’ sind Ableitungen von afrz. garant, guarant ‘Bürge, Zeuge, (Be)schützer’, auch ‘Bürgschaft, Schutz’, das seinerseits auf Entlehnung einer germ. Partizipialform, wohl von anfrk. *wārjan ‘als wahr bezeichnen, die Richtigkeit verbürgen’ beruht, einer Ableitung zu dem unter wahr (s. d.) behandelten Adjektiv.

Thesaurus

Synonymgruppe
Garantie · Garantievertrag
Assoziationen
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Beteuerung · Versicherung · Versprechen · Zusage · Zusicherung  ●  Absichtserklärung  fachspr., mediensprachlich · Assertion  geh., lat. · Garantie  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Garantie‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Garantie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Garantie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Garantie gegen Liegenbleiben gibt man Ihnen auch beim Kauf des modernsten Autos nicht mit. [o. A.: Eva und das Auto, Hamburg: BP Benzin und Petroleum Aktiengesellschaft Verl. 1966, S. 37]
Wenn es heiß ist, kann ich keine Garantie mehr übernehmen. [Spoerl, Alexander: Mit dem Auto auf Du, Berlin u. a.: Dt. Buchgemeinschaft 1961 [1953], S. 152]
Die erstere ist vielmehr für uns in erster Linie das unvermeidliche Mittel, solche realen Garantien zu schaffen. [Weber, Max: Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Politische Schriften, München: Drei Masken Verl. 1921 [1918], S. 190]
Sie brauchen Gesetze, um arbeiten zu können, und sie brauchen Garantien, daß diese Gesetze auch eingehalten werden. [Der Spiegel, 24.07.1995]
Um dies zu tun, bitte ich die noch amtierende Regierung um die erforderlichen Garantien. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1998]]
Zitationshilfe
„Garantie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Garantie>.

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