Gebälk, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gebälk(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ge-bälk
Wortzerlegung ge- Balken
Wortbildung  mit ›Gebälk‹ als Erstglied: Gebälkträger  ·  mit ›Gebälk‹ als Letztglied: Eichengebälk · Stützgebälk
eWDG

Bedeutung

sämtliche Balken eines Bauwerkes, besonders des Dachstuhles
Beispiele:
festes, eichenes Gebälk
altes, morsches, verkohltes Gebälk
das Gebälk knackt, kracht, knistert
Wie Splitter brach das Gebälk entzwei […] [ FontaneBrück’ am Tay]
bildlich
Beispiel:
umgangssprachliches kracht (bedenklich) im Gebälk (= Widersprüche in einer menschlichen Gemeinschaft, im Staat treten zutage)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Balken · Gebälk
Balken m. ‘langes Stück Bauholz’. Die westgerm. Formen ahd. balko (9. Jh.), mhd. mnd. balke, asächs. balko, mnl. balke, balc, nl. balk, afries. balka, aengl. balc (germ. *balkan-) lassen sich ebenso wie anord. bjalki, schwed. bjälke, dän. bjelke (n-Stamm germ. *belkan), anord. bǫlkr (u-Stamm germ. *balku-), auf ie. *bhelg̑-, *bhelg- zurückführen, eine mit ie. *bhleg̑-, *bhleg- (s. Block) korrespondierende Erweiterung der in Bohle (s. d.) vorliegenden Wurzel ie. *bhel-. Außergerm. Verwandte, die auf unterschiedliche Gutturalerweiterungen dieser Wurzel zurückgehen, sind griech. phálkēs (φάλκης) ‘Balken’, lat. fulcīre ‘tragen, stützen’ und wohl auch griech. phálanx (φάλαγξ) ‘Rolle, Walze, Balken, Schlachtreihe’. Gebälk n. ‘sämtliche Balken im Bauwerk, besonders des Dachstuhls’, mhd. gebelke ‘Stockwerk’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Balken · Gebälk · Hauptgesims
Synonymgruppe
Balkenverband · Balkenwerk · Gebälk

Typische Verbindungen zu ›Gebälk‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gebälk‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gebälk‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Meistens kündigen sie sich leise an, mit einem Knirschen im Gebälk. [Die Zeit, 29.12.2008 (online)]
Nur unter der Oberfläche hört man es kräftig knirschen im Gebälk. [Die Zeit, 30.01.2008, Nr. 06]
Nur noch wenige Häuser haben altes Gebälk, viele sind neu, modern, pflegeleicht. [Die Zeit, 27.11.1987, Nr. 49]
Statt dessen knirschte es im Gebälk der Koalition um so lauter. [Die Zeit, 11.09.1981, Nr. 38]
Er trinkt ein Glas Wein auf das Wohl der künftigen Bewohner und zerschellt das Glas im Gebälk. [Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 243]
Zitationshilfe
„Gebälk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geb%C3%A4lk>.

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