Gebet, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gebet(e)s · Nominativ Plural: Gebete
Aussprache 
Worttrennung Ge-bet (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Gebet‹ als Erstglied: Gebetbuch · Gebetläuten · Gebetsbuch · Gebetsformel · Gebetshaus · Gebetskette · Gebetsläuten · Gebetsmantel · Gebetsmühle · Gebetsnische · Gebetsraum · Gebetsriemen · Gebetssammlung · Gebetsschal · Gebetsteppich · Gebetsversammlung · Gebetsübung
 ·  mit ›Gebet‹ als Letztglied: Abendgebet · Beichtgebet · Chorgebet · Freitagsgebet · Friedensgebet · Mittagsgebet · Morgengebet · Nachtgebet · Schlussgebet · Sterbegebet · Wechselgebet
eWDG

Bedeutung

Religion sprachliche, gedankliche Form des Betens
Beispiele:
ein inbrünstiges, stilles, stummes Gebet
ein Gebet sprechen, murmeln, hersagen
abwertendein Gebet herunterleiern
die Hände zum Gebet falten
das Gebet verrichten
jmdn. in sein Gebet aufnehmen / einschließen
er war ganz im Gebet versunken
nimm's auf ins Gebet! [ BrechtGedichte74]
übertragen
Beispiel:
umgangssprachlichjmdn. (tüchtig) ins Gebet nehmen (= jmdm. Vorhaltungen machen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gebet n. ‘Bitte an Gott, Anrufung Gottes’, ahd. gibet ‘Bitte, Fürbitte, Gebet’ (8. Jh.), mhd. gebet(e), asächs. gibed, mnd. gebet, mnl. ghebet, nl. gebed, aengl. gebed (westgerm. *gi-beda-) stehen neben ahd. (9. Jh.), mhd. bet ‘Gebet’, aengl. bed als Substantivbildungen zu dem unter bitten (s. d.) behandelten Verb, ursprünglich also wohl ‘Bitte’. Im Dt. wird das Substantiv jedoch heute als Ableitung von beten (s. d.) empfunden.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Fürbitte · Gebet · Gespräch mit Gott

Typische Verbindungen zu ›Gebet‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gebet‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gebet‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ist aber nicht der rechte Ernst dem Gebete gegenüber. [Jahrbuch des Vereins für wissenschaftliche Pädagogik, 1902, Bd. 34]
Ich sprach ein kurzes Gebet, und es ging mir besser. [Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 288]
Sie kamen überein, im gemeinsamen Gebet einen neuen Weg zu suchen. [Motel, H.: Brüderunität. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 8231]
Er muß lediglich in der Lage sein, das Gebet korrekt durchzuführen. [Heine, Peter: Imam. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 641]
Der Jude, der ich bin, glaubt dazu ein Gebet sprechen zu sollen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [2000]]
Zitationshilfe
„Gebet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gebet>.

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