Gebet, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gebet(e)s · Nominativ Plural: Gebete
Aussprache
WorttrennungGe-bet (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Gebet‹ als Erstglied: ↗Gebetbuch · ↗Gebetläuten · ↗Gebetsformel · ↗Gebetskette · ↗Gebetsmühle · ↗Gebetsriemen · ↗Gebetssammlung · ↗Gebetsschal · ↗Gebetsteppich · ↗Gebetsübung
 ·  mit ›Gebet‹ als Letztglied: ↗Beichtgebet · ↗Chorgebet · ↗Freitagsgebet · ↗Friedensgebet · ↗Mittagsgebet · ↗Morgengebet · ↗Nachtgebet · ↗Schlussgebet · ↗Sterbegebet · ↗Wechselgebet
eWDG, 1967

Bedeutung

Religion sprachliche, gedankliche Form des Betens
Beispiele:
ein inbrünstiges, stilles, stummes Gebet
ein Gebet sprechen, murmeln, hersagen
abwertend ein Gebet herunterleiern
die Hände zum Gebet falten
das Gebet verrichten
jmdn. in sein Gebet aufnehmen / einschließen
er war ganz im Gebet versunken
nimm's auf ins Gebet! [BrechtGedichte74]
übertragen
Beispiel:
umgangssprachlich jmdn. (tüchtig) ins Gebet nehmen (= jmdm. Vorhaltungen machen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gebet n. ‘Bitte an Gott, Anrufung Gottes’, ahd. gibet ‘Bitte, Fürbitte, Gebet’ (8. Jh.), mhd. gebet(e), asächs. gibed, mnd. gebet, mnl. ghebet, nl. gebed, aengl. gebed (westgerm. *gi-beda-) stehen neben ahd. (9. Jh.), mhd. bet ‘Gebet’, aengl. bed als Substantivbildungen zu dem unter ↗bitten (s. d.) behandelten Verb, ursprünglich also wohl ‘Bitte’. Im Dt. wird das Substantiv jedoch heute als Ableitung von ↗beten (s. d.) empfunden.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Fürbitte · Gebet · Gespräch mit Gott
Unterbegriffe
Assoziationen
Zitationshilfe
„Gebet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gebet>, abgerufen am 26.05.2019.

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