Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Geburtstag, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Geburtstag(e)s · Nominativ Plural: Geburtstage
Aussprache 
Worttrennung Ge-burts-tag
Wortzerlegung Geburt Tag1
eWDG

Bedeutung

Jahrestag der Geburt
Beispiele:
jmdm. zum Geburtstag gratulieren
Geburtstag feiern
er hat heute seinen 80. Geburtstag
zum Geburtstag herzliche Glückwünsche, viel Freude!
was hast du zum Geburtstag bekommen?
ich habe ihm zum Geburtstag eine Uhr geschenkt
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geburt · gebürtig · Geburtshelfer · Geburtstag · Ausgeburt · Nachgeburt
Geburt f. ‘Vorgang und Ergebnis des Gebärens, Entbindung, Abstammung’, ahd. giburt (8. Jh.), mhd. geburt, asächs. giburd, mnd. gebort, mnl. gheboorte, nl. geboorte, afries. berthe, berd, aengl. gebyrd, got. gabaúrþs (germ. *-burdi-) ist ablautendes ti-Abstraktum zu dem unter gebären (s. d.) genannten Verb und gehört (wie formal entsprechendes aind. bhṛtíḥ ‘Unterhalt, Erhaltung’) zur Wurzel ie. *bher(ə)- ‘tragen, bringen’ (auch ‘Leibesfrucht tragen’). – gebürtig Adj. ‘geboren, von Geburt’, ahd. giburtīg ‘zur Geburt, zum Gebären nötig’ (11. Jh.), mhd. geburtec. Geburtshelfer m. (18. Jh.). Geburtstag m. ‘Tag des Geborenwerdens, Jahrestag der Geburt’, ahd. giburtitago (9. Jh.), giburtitag (um 1000), Übersetzung von lat. diēs nātālis, mhd. geburttac. Ausgeburt f. ‘das Gebären’, als Ergebnis des Gebärvorgangs (s. ausgebären), ‘Geschöpf, Kind, Junges’, vornehmlich ‘geistiges Erzeugnis’ (17. Jh.), in entsprechendem Kontext häufig ‘übles Produkt, Dämon’, besonders Ausgeburt der Hölle (Goethe). Nachgeburt f. ‘Ausstoßung des Mutterkuchens nach der Geburt’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ehrentag · Vollendung eines Lebensjahres  ●  Geburtstag  Hauptform · Burzeltag  ugs. · Purzeltag  ugs. · Wiegenfest  geh. · Wiegentag  geh., selten
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Geburtstagsparadoxon · Geburtstagsproblem

Typische Verbindungen zu ›Geburtstag‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geburtstag‹.

Anlaß Dichter Infantin Komponist Prophet Queen Staatsgründer achtzigst begehen bevorstehend dreißigst elft feiern fünft fünfzigst hundertste hundertstem hundertsten hundertster jähren neunzigst rund sechzigst siebzigst vierzigst zehnt zwanzigst zweihundertsten zwölft

Verwendungsbeispiele für ›Geburtstag‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und nach dreihundertundfünfundsechzig Tagen ist dir immer pünktlich nach deinem Geburtstag zumute. [Erpenbeck, Jenny: Wörterbuch, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2004, S. 71]
Wenn er nicht wollte, würde sein Geburtstag nicht stattfinden, alle würden bleiben, wo sie waren. [Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 6]
Bei Mary kam dieser Tag noch vor ihrem elften Geburtstag. [Die Zeit, 14.05.1998, Nr. 21]
Erst beim vierten Geburtstag stellte er die Kamera ab, bei den früheren Festen hatte er kaum Zeit gefunden, mit seinem Sohn einfach zu spielen. [Die Zeit, 12.03.1998, Nr. 12]
Erst kurz nach meinem zehnten Geburtstag führte er mich wieder in den Garten. [Rasp, Renate: Ein ungeratener Sohn, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1967, S. 19]
Zitationshilfe
„Geburtstag“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geburtstag>.

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