Geck, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Gecken · Nominativ Plural: Gecken
Aussprache
Wortbildung mit ›Geck‹ als Erstglied: ↗geckenhaft  ·  mit ›Geck‹ als Letztglied: ↗Modegeck  ·  mit ›Geck‹ als Grundform: ↗geckig
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
abwertend eitler (junger) Mann mit auffallend modischer Kleidung und auffälligem Benehmen, Dandy, Stutzer
Beispiele:
er ist ein aufgeblasener, eitler, hochnäsiger, geschniegelter Geck
sich wie ein Geck kleiden
2.
veraltet, landschaftlich Narr
Beispiel:
So lieblich klang des Voglers Pfeife, bis / Der Gimpel in dem Netze war. – Ich Geck! [LessingNathanI 3]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geck · geck · geckenhaft
Geck m. ‘eitler, gefallsüchtiger Mensch, Stutzer’, rhein. Jeck ‘Karnevalsnarr, Spaßmacher’. Mnd. ge(c)k ‘Tor, Narr’ ist seit dem 14. Jh. auch im hd. Gebiet bezeugt. Herkunft und Etymologie sind umstritten. Teuchert Sprachreste 304 schließt aus der zuerst nur westmnd. Belegung, daß Geck mit niederländischen Siedlern in die Mark Brandenburg gelangt sei, während de Vries Nl. 189 mnl. gec, nl. gek als Übernahme (14. Jh.) aus dem nd. (nsächs.) Gebiet ins Niederfränkische erklären möchte. Vielfach wird für Geck lautmalende Bildung nach den von einem Narren ausgestoßenen unverständlichen Tönen angenommen. Anders Knobloch in: Lingua 26 (1970/71) 302, der in Geck eine falsche hd. Verschriftlichung für rhein. Jeck (aus Jakob) sieht. geck Adj. ‘närrisch, verrückt’, rhein. jeck, im 15. Jh. aus dem Substantiv. geckenhaft Adj. ‘stutzerhaft’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dandy · Geck · ↗Piefke · ↗Schönling · ↗Snob  ●  ↗Adonis  ironisch · ↗Beau  ironisch · ↗Stutzer  veraltet · ↗Fant  geh., veraltet · ↗Fatzke  ugs. · ↗Gent  geh., ironisch · ↗Lackaffe  ugs. · ↗Pomadenhengst  ugs., veraltet · Schicki  ugs. · ↗Schickimicki  ugs., ironisch · ↗Schmock  geh., selten, veraltend · ↗Schnösel  ugs. · ↗Stenz  ugs. · eitler Pfau  ugs. · feiner Pinkel  ugs. · lackierter Affe  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Stutzer aufgeblasen eitel pflanzen verliebt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geck‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie läßt sich von ihm quälen und betrügen wie ein verliebter alter Geck.
Die Zeit, 04.02.1999, Nr. 6
Und dafür plustert der eitle Geck schon wieder sein Balzgefieder auf.
Die Welt, 05.06.2004
Kaum ist Ramiro oben, erscheint auch schon Gonzalve, ein rechter Geck.
Fath, Rolf: Werke - H. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 6317
Zuerst kamen die Gecken der Exitus mit der Bitte um einen echten Fassonschnitt.
Hilsenrath, Edgar: Der Nazi & der Friseur, Köln: Literar. Verl. Braun 1977, S. 235
Immer frecher werden Marcels Bemerkungen, immer kribbliger wird Musette, immer zappeliger der alte Geck.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 403
Zitationshilfe
„Geck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geck>, abgerufen am 19.02.2019.

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