Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Geflunker, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Geflunkers · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ge-flun-ker
Wortzerlegung ge- flunkern
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich das (fortwährende) Flunkern
Beispiele:
dein Geflunker glaubt dir ja niemand mehr
sein Geflunker wurde belacht
Stiller … gefiel sich in geistreichem Geflunker [ FrischStiller527]

Thesaurus

Synonymgruppe
Ammenmärchen · Aufschneiderei · Bluff · Erdichtung · Erfindung · Lügengeschichte · Münchhauseniade · Münchhausiade · Räuberpistole · Schwindel · Schwindelei · Seemannsgarn · Windei  ●  Märchen  fig. · Anglerlatein  ugs. · Flunkerei  ugs. · Geflunker  ugs. · Jägerlatein  ugs. · wilde Geschichte(n)  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Geflunker‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Autor distanziert sich entschieden von dem „Geflunker“ seiner Schöpfung, die Übersetzerin schließt sich ihm in zwei komplizenhaften Fußnoten an. [Die Zeit, 03.04.1992, Nr. 15]
Demnach reicht es aus, dem Pfeifenmann Geflunker zu unterstellen, um ein Spielergebnis anzufechten. [Süddeutsche Zeitung, 09.10.1997]
Die haben ihm oft genug abgenommen, was er an Info‑Häppchen, Halbwahrheiten oder faustdickem Geflunker aufgetischt hatte. [Süddeutsche Zeitung, 14.03.1998]
Die Anekdote will besagen, Antisthenes kennt die sinnliche Vorstellung, allgemeine Begriffe aber oder Ideen sind ihm nur leeres Geflunker (psilai epinoiai). [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 2573]
Zitationshilfe
„Geflunker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geflunker>.

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