Gefreite, die oder der

GrammatikSubstantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Gefreiten · Nominativ Plural: Gefreite(n)
Mit Pluralendung -n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Gefreiten, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einige Gefreite.
WorttrennungGe-frei-te
Wortbildung mit ›Gefreite‹ als Erstglied: ↗Gefreitenwinkel  ·  mit ›Gefreite‹ als Letztglied: ↗Hauptgefreite · ↗Stabsgefreite
eWDG, 1967

Bedeutung

Soldat mit einem Dienstgrad der niederen Rangstufe
Beispiele:
er ist Gefreiter geworden, zum Gefreiten befördert worden
der, die Gefreite meldete sich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gefreiter m. militärischer Mannschaftsdienstgrad (16. Jh.), substantiviertes Part. Prät. von freien ‘frei machen, befreien’ (s. ↗befreien, ↗frei), als Übersetzung der Soldatensprache von lat. exēmptus ‘ausgenommen’ (vom Schildwachestehen), zu lat. eximere ‘herausnehmen, wegnehmen’, so daß unter einem Gefreiten eigentlich ‘der vom Schildwachdienst befreite Soldat’ zu verstehen ist.

Typische Verbindungen
computergeneriert

23-jährig Beförderung Bundeswehr Dienstgrad Feldwebel Gemeine General Kompanie Leutnant Oberfeldwebel Obergefreite Offizier Rettung Uniform Unteroffizier Verbrechen Wehrmacht Weltkrieg befördern bestrafen böhmisch degradieren ehemalig einfach entlassen ernennen erschießen unbekannt verwundet österreichisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gefreite‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gefreite mit einer Ausbildung von einem halben Jahr sind aber nutzlos.
Die Zeit, 25.10.2000, Nr. 43
Nachdem sie sich 15 Jahre lang auf diese Weise die Zeit vertrieben hatten, entdeckten sie den Gefreiten, der beschlossen hatte, Politiker zu werden.
Süddeutsche Zeitung, 1995 [1945]
Ein Gefreiter schießt noch auf sie - ich reiße ihn zurück.
Brief von Hans Forster vom 01.07.1916. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1916], S. 256
Der Gefreite steckte zwei Finger in den Mund und pfiff gellend.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 471
Wir sind auf unserer Stube 12 Mann und ein Gefreiter.
Brief von Alois Scheuer an Friedchen Scheuer vom 01.05.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0079
Zitationshilfe
„Gefreite“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gefreite>, abgerufen am 13.12.2019.

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