Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gefreite, die oder der

Grammatik Substantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Gefreiten · Nominativ Plural: Gefreite(n)
Mit Pluralendung ‑n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Gefreiten, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einzelne Gefreite.
Aussprache 
Worttrennung Ge-frei-te
Wortbildung  mit ›Gefreite‹ als Erstglied: Gefreitenwinkel  ·  mit ›Gefreite‹ als Letztglied: Hauptgefreite · Obergefreite · Stabsgefreite
eWDG

Bedeutung

Soldat mit einem Dienstgrad der niederen Rangstufe
Beispiele:
er ist Gefreiter geworden, zum Gefreiten befördert worden
der, die Gefreite meldete sich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gefreiter m. militärischer Mannschaftsdienstgrad (16. Jh.), substantiviertes Part. Prät. von freien ‘frei machen, befreien’ (s. befreien, frei), als Übersetzung der Soldatensprache von lat. exēmptus ‘ausgenommen’ (vom Schildwachestehen), zu lat. eximere ‘herausnehmen, wegnehmen’, so daß unter einem Gefreiten eigentlich ‘der vom Schildwachdienst befreite Soldat’ zu verstehen ist.

Typische Verbindungen zu ›Gefreite‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gefreite‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gefreite‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Gefreiter schießt noch auf sie – ich reiße ihn zurück. [Brief von Hans Forster vom 01.07.1916. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1916], S. 256]
Nachdem sie sich 15 Jahre lang auf diese Weise die Zeit vertrieben hatten, entdeckten sie den Gefreiten, der beschlossen hatte, Politiker zu werden. [Süddeutsche Zeitung, 1995 [1945]]
Gefreite mit einer Ausbildung von einem halben Jahr sind aber nutzlos. [Die Zeit, 25.10.2000, Nr. 43]
Mitten in der Nacht rissen vier Gefreite einen anderen aus dem Bett. [Süddeutsche Zeitung, 06.03.1996]
Der Gefreite steckte zwei Finger in den Mund und pfiff gellend. [Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 471]
Zitationshilfe
„Gefreite“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gefreite>.

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