Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gegenstimme, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gegenstimme · Nominativ Plural: Gegenstimmen
Aussprache 
Worttrennung Ge-gen-stim-me
Wortzerlegung gegen- Stimme
Wortbildung  mit ›Gegenstimme‹ als Erstglied: gegenstimmig
eWDG

Bedeutungen

1.
Stimme, die bei einer Abstimmung gegen jmdn., etw. abgegeben wird
Beispiele:
der Kandidat wurde ohne Gegenstimme gewählt
das Gesetz ist mit sieben Gegenstimmen verabschiedet worden
der Antrag wurde mit zwanzig Gegenstimmen abgelehnt
2.
Musik Melodie, die zur tragenden Melodie einen Gegensatz bildet
Beispiele:
die Gegenstimme singen
die Gegenstimme kommt in dem Terzett nicht zur Geltung

Thesaurus

Synonymgruppe
Antithese (zu) · Gegensatz · Gegenstimme · Gegenthese · Unterschied (zu) · genaues Gegenteil  ●  Kontrapunkt  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Gegenstimme‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gegenstimme‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gegenstimme‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die deutsche Delegation habe mit der Gegenstimme ein politisches Zeichen setzen wollen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1988]]
Aber es gibt eine Gegenstimme zu all dem teutonischen Elend. [Die Zeit, 11.03.1988, Nr. 11]
Es gab auch 17 Gegenstimmen, vor allem aus linksgerichteten lateinamerikanischen Ländern. [Die Zeit, 17.09.2011 (online)]
Trotzdem, glaubt er, wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit 20 bis 50 Gegenstimmen zu rechnen. [Die Zeit, 23.03.2006, Nr. 13]
In diesen Dimensionen gibt es keine Gegenstimme, kein Echo, keinen Dialog. [Hofmann, Werner: Das irdische Paradies, München: Prestel 1991 [1960], S. 131]
Zitationshilfe
„Gegenstimme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gegenstimme>.

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