Gehalt, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Gehalt(e)s · Nominativ Plural: Gehalte
Aussprache
WorttrennungGe-halt
Wortbildung mit ›Gehalt‹ als Erstglied: ↗Gehaltsklasse1 · ↗gehaltlos · ↗gehaltreich · ↗gehaltvoll
 ·  mit ›Gehalt‹ als Letztglied: ↗Alkoholgehalt · ↗Aussagegehalt · ↗Bedeutungsgehalt · ↗Blutalkoholgehalt · ↗Eisengehalt · ↗Eiweißgehalt · ↗Energiegehalt · ↗Erklärungsgehalt · ↗Erlebnisgehalt · ↗Erzgehalt · ↗Feingehalt · ↗Festgehalt1 · ↗Fettgehalt · ↗Feuchtigkeitsgehalt · ↗Gedankengehalt · ↗Gefühlsgehalt · ↗Goldgehalt · ↗Grundgehalt1 · ↗Ideengehalt · ↗Informationsgehalt · ↗Kalkgehalt · ↗Kaloriengehalt · ↗Kerngehalt · ↗Kohlenstoffgehalt · ↗Metallgehalt · ↗Nikotingehalt · ↗Nährstoffgehalt · ↗Ozongehalt · ↗Phosphorgehalt · ↗Raumgehalt · ↗Realitätsgehalt · ↗Regelungsgehalt · ↗Sachgehalt · ↗Salzgehalt · ↗Sauerstoffgehalt · ↗Schwefelgehalt · ↗Sensationsgehalt · ↗Silbergehalt · ↗Sinngehalt · ↗Stammwürzgehalt · ↗Stickstoffgehalt · ↗Stärkegehalt · ↗Symbolgehalt · ↗Säuregehalt · ↗Tonnengehalt · ↗Vitamingehalt · ↗Wahrheitsgehalt · ↗Wassergehalt · ↗Wesensgehalt · ↗Zuckergehalt · ↗Ölgehalt
eWDG, 1967

Bedeutung

Menge eines Stoffes, die in einem anderen Stoff enthalten ist
Beispiele:
bei Erzen durch Analysen den Gehalt an Gold, Silber, Eisen feststellen
der Gehalt an Phosphor, Kalk ist bei diesem Mineral hoch, unbedeutend
die Nahrung ist ohne Gehalt (= enthält keine Nährstoffe)
übertragen
Beispiele:
der ideelle, dichterische Gehalt eines Werkes, Gedichtes
erst bei der zweiten Lektüre erschließt sich dem Leser der volle Gehalt dieses Buches
jmds. Erlebnisse, Berichte auf ihren Gehalt an Realität nachprüfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gehalt · Gehalt
Gehalt m. ‘Inhalt, Anteil’, spätmhd. gehalt ‘Gewahrsam, Gefängnis, innerer Wert’ ist Verbalabstraktum zu mhd. gehalten ‘still halten, festhalten, bewahren, gefangennehmen’ (durch Präfix verstärktes ↗halten, s. d.; vgl. ahd. gihalto ‘Hüter, Wächter’, 9. Jh.). Entsprechend steht noch heute südd. Gehalt für ‘Behältnis’ (z. B. ‘Zimmer, Schrank’). Die heutige Bedeutung ‘Bestandteil, Inhalt’ entwickelt sich im 15. Jh. Sie gilt zuerst für den Silber- oder Goldanteil von Münzen, im 17. Jh. für den Anteil chemischer Substanzen in einer Mischung; im 18. Jh. begegnet der heute übliche übertragene Gebrauch (vgl. innerer Gehalt, der wahre Gehalt der Worte, Gehalt und Form). Zu halten im Sinne von ‘unterhalten’ gehört Gehalt n. ‘Besoldung, Einkommen’ (18. Jh., anfangs auch m.), eigentlich ‘Unterhalt ohne Gegenleistung’, vgl. Gnaden-, Witwengehalt (18. Jh.).

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Arbeitsentgelt · ↗Aufwandsentschädigung · ↗Besoldung · ↗Bezahlung · Bezüge · Einkünfte · ↗Entgelt · ↗Entlohnung · ↗Gage · Gehalt · ↗Gratifikation · ↗Heuer · ↗Honorar · ↗Kostenerstattung · ↗Löhnung · Salair · ↗Tantieme · ↗Verdienst · ↗Vergütung  ●  ↗Abgeltung  österr., schweiz. · ↗Einkommen  Hauptform · ↗Entlöhnung  schweiz. · ↗Lohn  Hauptform · ↗Salär  schweiz.
Oberbegriffe
  • Geld  ●  klingende Münze  fig. · ↗Asche  ugs. · Bares  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Flöhe  ugs. · ↗Heu  ugs. · ↗Kies  ugs. · ↗Knete  ugs. · ↗Kohle  ugs. · Kröten  ugs. · ↗Mammon  geh., abwertend, biblisch · ↗Moneten  ugs. · ↗Moos  ugs. · Mäuse  ugs. · Ocken  ugs. · ↗Patte  ugs. · ↗Penunze  ugs. · ↗Piepen  ugs. · ↗Pulver  ugs. · ↗Rubel  ugs. · ↗Schotter  ugs. · Steine  ugs. · ↗Taler  ugs. · ↗Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Gegenstand · Gehalt · ↗Inhalt · ↗Stoff · ↗Sujet (künstlerisch)  ●  ↗Thema  Hauptform
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
Gedankenfülle · ↗Gedankenreichtum · ↗Gedankentiefe · Gehalt · ↗Substanz · ↗Tiefgang · ↗Tiefgründigkeit

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angestellte Angleichung Anhebung Arbeitszeit Beschäftigte Erhöhung Lohn Pension Rente Zahlung anheben aufbessern ausstehend auszahlen bezahlen bezeihen beziehen einfrieren erhöhen gezahlt hoch kassieren kürzen monatlich niedrig symbolisch voll zahlen überweisen üppig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gehalt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zum Teil war da viel Luft drin, etwa bei den Gehältern von Beamten.
Die Zeit, 10.12.2013 (online)
Hier erhielt er das damals hohe Gehalt von 400 Talern, 1621 sogar 900 Taler.
Härtwig, Dieter: Rowe (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 39012
In ihm steckt ebenso der »Gehalt« wie die »Form«; die Welt der Dichtung offenbart sich darin, die mehr ist als die einzelnen Ereignisse.
Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 17831
Der Chef habe ihm doch seinerzeit ein Gehalt von 250 Mark garantiert, und da er noch nicht so viel bekommen habe.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 02.03.1927
Da sie ihm Evas Lage nicht vorenthielt, setzte er auch gleich die Höhe des Gehaltes fest.
Meisel-Hess, Grete: Die Intellektuellen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 10964
Zitationshilfe
„Gehalt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gehalt#1>, abgerufen am 24.04.2019.

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Gehalt, das oder der

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gehalt(e)s · Nominativ Plural: Gehälter
Nebenform österreichisch Gehalt · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Gehalt(e)s · Nominativ Plural: Gehälter
WorttrennungGe-halt
eWDG, 1967

Bedeutung

Besoldung der Beamten und Angestellten, die monatlich ausgezahlt wird
Beispiele:
er bezieht ein kärgliches, gutes, ordentliches, auskömmliches Gehalt
salopp er bezieht ein dickes, bombiges Gehalt
ein festes, fixes, sicheres Gehalt
das Gehalt auszahlen, abholen
er zahlt ihm ein anständiges Gehalt
von dem Gehalt kann niemand leben
die Regierung will die Gehälter anheben
er zahlte ihr den Gehalt für einen Monat aus und entließ sie auf der Stelle [MusilDrei Frauen86]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gehalt · Gehalt
Gehalt m. ‘Inhalt, Anteil’, spätmhd. gehalt ‘Gewahrsam, Gefängnis, innerer Wert’ ist Verbalabstraktum zu mhd. gehalten ‘still halten, festhalten, bewahren, gefangennehmen’ (durch Präfix verstärktes ↗halten, s. d.; vgl. ahd. gihalto ‘Hüter, Wächter’, 9. Jh.). Entsprechend steht noch heute südd. Gehalt für ‘Behältnis’ (z. B. ‘Zimmer, Schrank’). Die heutige Bedeutung ‘Bestandteil, Inhalt’ entwickelt sich im 15. Jh. Sie gilt zuerst für den Silber- oder Goldanteil von Münzen, im 17. Jh. für den Anteil chemischer Substanzen in einer Mischung; im 18. Jh. begegnet der heute übliche übertragene Gebrauch (vgl. innerer Gehalt, der wahre Gehalt der Worte, Gehalt und Form). Zu halten im Sinne von ‘unterhalten’ gehört Gehalt n. ‘Besoldung, Einkommen’ (18. Jh., anfangs auch m.), eigentlich ‘Unterhalt ohne Gegenleistung’, vgl. Gnaden-, Witwengehalt (18. Jh.).

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Arbeitsentgelt · ↗Aufwandsentschädigung · ↗Besoldung · ↗Bezahlung · Bezüge · Einkünfte · ↗Entgelt · ↗Entlohnung · ↗Gage · Gehalt · ↗Gratifikation · ↗Heuer · ↗Honorar · ↗Kostenerstattung · ↗Löhnung · Salair · ↗Tantieme · ↗Verdienst · ↗Vergütung  ●  ↗Abgeltung  österr., schweiz. · ↗Einkommen  Hauptform · ↗Entlöhnung  schweiz. · ↗Lohn  Hauptform · ↗Salär  schweiz.
Oberbegriffe
  • Geld  ●  klingende Münze  fig. · ↗Asche  ugs. · Bares  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Flöhe  ugs. · ↗Heu  ugs. · ↗Kies  ugs. · ↗Knete  ugs. · ↗Kohle  ugs. · Kröten  ugs. · ↗Mammon  geh., abwertend, biblisch · ↗Moneten  ugs. · ↗Moos  ugs. · Mäuse  ugs. · Ocken  ugs. · ↗Patte  ugs. · ↗Penunze  ugs. · ↗Piepen  ugs. · ↗Pulver  ugs. · ↗Rubel  ugs. · ↗Schotter  ugs. · Steine  ugs. · ↗Taler  ugs. · ↗Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Gegenstand · Gehalt · ↗Inhalt · ↗Stoff · ↗Sujet (künstlerisch)  ●  ↗Thema  Hauptform
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
Gedankenfülle · ↗Gedankenreichtum · ↗Gedankentiefe · Gehalt · ↗Substanz · ↗Tiefgang · ↗Tiefgründigkeit

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angestellte Angleichung Anhebung Arbeitszeit Beschäftigte Erhöhung Lohn Pension Rente Zahlung anheben aufbessern ausstehend auszahlen bezahlen bezeihen beziehen einfrieren erhöhen gezahlt hoch kassieren kürzen monatlich niedrig symbolisch voll zahlen überweisen üppig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gehalt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zum Teil war da viel Luft drin, etwa bei den Gehältern von Beamten.
Die Zeit, 10.12.2013 (online)
Hier erhielt er das damals hohe Gehalt von 400 Talern, 1621 sogar 900 Taler.
Härtwig, Dieter: Rowe (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 39012
In ihm steckt ebenso der »Gehalt« wie die »Form«; die Welt der Dichtung offenbart sich darin, die mehr ist als die einzelnen Ereignisse.
Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 17831
Der Chef habe ihm doch seinerzeit ein Gehalt von 250 Mark garantiert, und da er noch nicht so viel bekommen habe.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 02.03.1927
Da sie ihm Evas Lage nicht vorenthielt, setzte er auch gleich die Höhe des Gehaltes fest.
Meisel-Hess, Grete: Die Intellektuellen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 10964
Zitationshilfe
„Gehalt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gehalt#2>, abgerufen am 24.04.2019.

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