Geisteskranke, die oder der

Grammatik Substantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Geisteskranken · Nominativ Plural: Geisteskranke(n)
Mit Pluralendung ‑n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Geisteskranken, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einige Geisteskranke.
Worttrennung Geis-tes-kran-ke
Wortzerlegung Geist1Kranke
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

Medizin, Psychologie, veraltet, umgangssprachlich
1.
Psychotiker(in)
2.
geistig Behinderte(r)

Verwendungsbeispiele für ›Geisteskranke‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ende Mai werden auf der Welt plötzlich Millionen Geisteskranke mehr leben.
Die Zeit, 04.09.2013, Nr. 19
Es ist, als hätte man es mit Geisteskranken zu tun.
konkret, 1988
Überdies hat er die für unheilbar erachteten Geisteskranken töten lassen.
o. A.: Einhundertneunundachtzigster Tag. Montag, 29. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 26224
Man spricht jetzt allgemein von der Tötung Geisteskranker in den Anstalten.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1941. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1941], S. 148
Sie setzt sich auf meinen Schoß und streichelt mich wie einen Geisteskranken.
Becker, Jurek: Amanda herzlos, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1993 [1992], S. 321
Zitationshilfe
„Geisteskranke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geisteskranke>, abgerufen am 24.06.2021.

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