Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gekungel, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gekungels · wird nur im Singular verwendet
Worttrennung Ge-kun-gel
Wortzerlegung ge- kungeln
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend (dauerndes) Kungeln; Kungelei

Thesaurus

Politik, Ökonomie
Synonymgruppe
Filz · Günstlingswirtschaft · Klüngelei(en) · Kumpanei · Kungelei · Mauschelei(en) · Vetternwirtschaft  ●  Sumpf  fig. · Vetterleswirtschaft  schwäbisch · Vetterliwirtschaft  schweiz. · Freunderlwirtschaft  ugs., österr. · Gekungel  ugs. · Klüngel  ugs., kölsch · Nepotismus  fachspr. · Speziwirtschaft  ugs. · Spezlwirtschaft  ugs., bayr.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Gekungel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei stützen sich die Wettbewerbshüter oft auf das Wissen von Insidern, die einst beim Gekungel um Preise mitgemacht, dann aber ausgestiegen sind. [Die Zeit, 28.12.2009 (online)]
Es zeugt von Schröders Willen zur Erneuerung, daß er gegen die murrende Basis einen Außenseiter holt, der sich noch nicht im innerparteilichen Gekungel aufgerieben hat. [Süddeutsche Zeitung, 20.07.1998]
Entsprechend korrupt war die Bewerbung, infam verlief das Gekungel um die olympische Weihe für Taekwondo. [Süddeutsche Zeitung, 13.09.2000]
Gestolpert ist er über sein Verhalten als Ministerpräsident in Niedersachsen, über das System des Gekungels und der Gefälligkeiten. [Die Zeit, 17.02.2012 (online)]
Über baldige Alternativen für dieses Gekungel nachzudenken, auch das könnte eine ehrenwerte Aufgabe für Europas neue hohe Repräsentanten sein. [Die Zeit, 30.11.2009, Nr. 48]
Zitationshilfe
„Gekungel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gekungel>.

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