Gelächter, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gelächters · Nominativ Plural: Gelächter · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ge-läch-ter
Wortzerlegung ge-lachen
Wortbildung  mit ›Gelächter‹ als Letztglied: ↗Höllengelächter · ↗Ostergelächter · ↗Spottgelächter
Mehrwortausdrücke homerisches Gelächter
eWDG

Bedeutung

das (fortwährende) laute Lachen
Beispiele:
ein lautes, schallendes, dröhnendes Gelächter
ein homerisches (= laut schallendes) Gelächter
großes Gelächter war die Antwort auf seine Frage
aus dem Raum drang, scholl fröhliches Gelächter
mit der Karikatur erzielte er bei seinen Mitschülern wieherndes Gelächter
ihre Worte, Bemerkungen gingen im Gelächter der Anwesenden unter, wurden mit Gelächter aufgenommen
etw. mit spöttischem, höhnischem, hämischem, schadenfrohem Gelächter quittieren
sein Auftritt wurde von brüllendem Gelächter begleitet, löste herzliches Gelächter aus
plötzlich brach (ein) gellendes Gelächter los
ein Gelächter anschlagen, ausstoßen, erheben
Sobald Leo den torkelnden Oskar im Bratenrock erblickte, brach er immer wieder in ein Gelächter aus [ GrassBlechtrommel207]
Spott
Beispiele:
jmdn., etw. dem Gelächter preisgeben
er wurde, diente zum Gelächter seiner Nachbarn, Kollegen
jmdn., sich zum Gelächter machen
Zum Dank für meine Freundlichkeit haben Sie mich zum Gelächter der Stadt gemacht [ BrechtGalilei3]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gelächter n. ‘(anhaltendes) lautes Lachen, Heiterkeitsausbruch’, mhd. gelehter ist eine Kollektivbildung zu dem im Nhd. untergegangenen Substantiv ahd. (h)lahtar (8. Jh.), mhd. lahter ‘Lachen, Gelächter’, Abstraktum mit ie. tro-Suffix wie aengl. hleahtor, engl. laughter, anord. hlātr, dän. latter zu dem unter ↗lachen1 (s. d.) behandelten Verb.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gefeixe · ↗Gegacker · ↗Gekicher · Gelächter · ↗Lachen
Assoziationen
  • feixen · ↗keckern  ●  ↗kichern  Hauptform · ↗gackern  ugs. · gibbeln  ugs., norddeutsch, ruhrdt. · ↗gickeln  ugs.
  • Lachanfall · Lachflash · Lachkick · ↗Lachkrampf
  • (ein) breites Grinsen aufsetzen · (jemandem) (frech) ins Gesicht lachen · breit grinsen · frech grinsen  ●  ↗feixen  negativ

Typische Verbindungen zu ›Gelächter‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gelächter‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gelächter‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es genügt, eine Nummer aufzurufen, und alles bricht in Gelächter aus.
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2003
Auf die Frage aller Fragen reagieren seine frechen Mäuse mit schallendem Gelächter.
Der Tagesspiegel, 30.11.2000
Es gab ein großes Gelächter, und ich mußte warten, bis das Geld von der Bank herbeigeschafft war.
Fischer, Emil: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 12205
Aber dieses Gelächter reizte mich, den Herren doch zu zeigen, daß ich solche Arbeit wohl machen könne.
Peters, Carl: Lebenserinnerungen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1918], S. 35398
Und weil ich schon gerade vom Lachen rede, muß ich die kleine Geschichte eines schier endlosen Gelächters erzählen.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26319
Zitationshilfe
„Gelächter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gel%C3%A4chter>, abgerufen am 23.01.2021.

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