Gelände, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Geländes · Nominativ Plural: Gelände · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungGe-län-de (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Gelände‹ als Erstglied: ↗Geländedarstellung · ↗Geländefahrt · ↗Geländekarte · ↗Geländeklimatologie · ↗Geländelauf · ↗Geländerad · ↗Geländeritt · ↗Geländeskizze · ↗Geländespiel · ↗Geländesport · ↗Geländewagen · ↗Geländeübung · ↗geländefähig · ↗geländegängig · ↗geländetauglich
 ·  mit ›Gelände‹ als Letztglied: ↗Bahngelände · ↗Bahnhofsgelände · ↗Baugelände · ↗Betriebsgelände · ↗Campusgelände · ↗Eisenbahngelände · ↗Erprobungsgelände · ↗Fabrikgelände · ↗Firmengelände · ↗Flughafengelände · ↗Freigelände · ↗Hafengelände · ↗Industriegelände · ↗Kasernengelände · ↗Laubengelände · ↗Militärgelände · ↗Schulgelände · ↗Trainingsgelände · ↗Trümmergelände · ↗Unigelände · ↗Universitätsgelände · ↗Vereinsgelände · ↗Versuchsgelände · ↗Vorgelände · ↗Werkgelände · ↗Werksgelände
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Teil der Landschaft in seiner natürlichen Bodengestalt und Bewachsung
Beispiele:
ein freies, bergiges, hügliges, flaches, (un)ebenes, (un)übersichtliches, sumpfiges, unwegsames, offenes Gelände
das Gelände durchforschen, erkunden, (nach jmdm., etw.) durchkämmen
ein Gelände aufnehmen (= zur Anfertigung einer Landkarte messen und aufzeichnen)
das Gelände überblicken
einen Punkt im Gelände anvisieren
Das Gelände war äußerst schwierig, auf schmalen Pfaden ging es bergauf und bergab [SchomburgkAfrika37]
Gebiet
Beispiel:
die feindlichen Truppen konnten gestern Gelände gewinnen, verlorenes Gelände zurückerobern, mussten Gelände aufgeben
2.
abgegrenztes Stück Land, Grundstück
Beispiele:
das Gelände des Flugplatzes, der Gartenbauausstellung
das Gelände ist für den Bau eines Kinderferienlagers, einer Fabrik vorgesehen, geeignet
die Veranstaltung findet auf dem Gelände der Technischen Messe statt
die Polizei hat das Gelände abgesperrt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gelände · geländegängig
Gelände n. ‘Teil der Landschaft in seiner natürlichen Bodengestalt und Bewachsung, für bestimmte Zwecke benutztes Stück Land’, ahd. gilenti (9. Jh.), mhd. gelende gehört als Kollektivbildung zu dem unter ↗Land (s. d.) behandelten Substantiv. geländegängig Adj. ‘in jedem Gelände (nicht nur auf Straßen) fahrtüchtig’ (1. Hälfte 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gelände · ↗Terrain
Synonymgruppe
(die) Flur · ↗Fläche · Gelände · ↗Grundstück · Stück Land
Unterbegriffe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bebauung Bundesgartenschau Flughafens Güterbahnhofs Hektar Kaserne Konzentrationslagers Nutzung Stadions abgeriegelt abgesperrt abgesucht angesiedelt bebaut betreten brachliegenden entstehen errichtet gebaut genutzten gesamte hügeligen riesigen schwierigem steilen sumpfiges unwegsames unübersichtlichen vermintes weitläufigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gelände‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als sie das Gelände nicht mehr hätten halten können, hätten sie das Gebäude angezündet.
Die Zeit, 29.08.2011 (online)
Ein menschenleeres Gelände, dort vergeht er sich an seinem wehrlosen Opfer.
Bild, 13.01.2006
Außer Siedlungen in ebenem Gelände sind Anlagen auf natürlich geschützten Höhen typisch.
o. A.: Lexikon der Kunst - R. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 27940
Wenn man ihn aufgibt, kommt man in verwirrend schwieriges Gelände.
Rechenberg, Peter: Was ist Informatik?, München: Hanser 1994 [1991], S. 302
Die ausgebauten Stellungen dieses Geländes übten einen unwiderstehlichen Reiz aus.
Ardenne, Manfred v.: Ein glückliches Leben für Technik und Forschung: Berlin: Verlag der Nation 1976, S. 17
Zitationshilfe
„Gelände“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gelände>, abgerufen am 23.02.2018.

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