Gelöbnis, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gelöbnisses · Nominativ Plural: Gelöbnisse
Aussprache
WorttrennungGe-löb-nis (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Gelöbnis‹ als Letztglied: ↗Ehegelöbnis · ↗Friedensgelöbnis · ↗Kampfgelöbnis
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben feierliches Versprechen
Beispiele:
ein verpflichtendes Gelöbnis
das Gelöbnis der Treue, des unbedingten Gehorsams ablegen, leisten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

loben · Lob · geloben · Gelöbnis · verloben · Verlöbnis · Verlobung · löblich · belobigen
loben Vb. ‘(vor anderen) anerkennend hervorheben, rühmen’, ahd. lobōn, lobēn ‘anerkennen, rühmen, verherrlichen, preisen’ (8. Jh.), mhd. loben, auch ‘feierlich versprechen, geloben’, asächs. loƀon ‘preisen’, mnd. mnl. lōven, nl. loven, aengl. lofian, anord. lofa, schwed. lova, germ. *lubōn ‘preisen, rühmen’. Weitere Beziehugen sind ungewiß. Lob n. ‘Anerkennung’, ahd. lob (um 800), mhd. lop ‘Preis, Lobpreisung’, asächs. mnd. mnl. nl. aengl. anord. lof, schwed. lov. geloben Vb. ‘feierlich versprechen’, ahd. gilobōn ‘preisen, billigen’ (9. Jh.), mhd. geloben ‘preisen, versprechen’, mnd. gelōven; Gelöbnis n. ‘feierliches Versprechen’ (15. Jh.). verloben Vb. ‘zur Ehe versprechen’, mhd. verloben ‘übermäßig loben, feierlich versprechen, zur Ehe versprechen, geloben, etw. nicht zu tun, aufgeben, verzichten’; Verlöbnis n. ‘Eheversprechen’ (15. Jh.); Verlobung f. ‘Eheversprechen’ (17. Jh.), zuvor allgemein ‘Versprechen, Gelöbnis’ (16. Jh.). löblich Adj. ‘lobenswert’, ahd. lob(a)līh (9. Jh.), mhd. lobelich ‘rühmlich, feierlich, zum Lob gereichend’. belobigen Vb. ‘eine Anerkennung aussprechen, auszeichnen’ (19. Jh.), Weiterbildung zu mhd. nhd. beloben.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bekräftigung · ↗Bund · ↗Ehrenwort · ↗Eid · ↗Erklärung · Gelöbnis · ↗Gelübde · ↗Schwur · ↗Verpflichtung
Unterbegriffe
Assoziationen
  • einen Eid ablegen · einen Eid leisten · einen Eid schwören
Synonymgruppe
Unfehde · ↗Urfehde · Urpfedt · Urphed · Urphede  ●  Gelöbnis  geh. · ↗Treueschwur  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bendlerblock Besserung Bundeswehr Bundeswehr-Rekrut Bundeswehrrekrut Bundeswehrsoldat Demo Eid Jahrestag Julius-Leber-Kaserne Kaserne Rathaus Rathausmarkt Rekrut Störer Störung Treue Vereidigung Verlegung Wehrpflichtige Zapfenstreich Zapfenstreiche abgelegt abhalten ablegen erneuern feierlich stören veranstalten öffentlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gelöbnis‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wegen der drohenden Störungen wird das öffentliche Gelöbnis seinem Namen nicht mehr gerecht.
Die Welt, 19.07.1999
Bleibt bloß weg von hier, ein Gelöbnis wollen wir hier nicht.
Der Tagesspiegel, 06.05.1998
Der Alte drückte die dürren Hände flach aneinander wie zu einem Gelöbnis.
Braun, Lily: Lebenssucher. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 2404
Am »Tag der nationalen Arbeit« leisten die neuen Vertrauensräte im ganzen Reich ihr »Gelöbnis« als weltanschauliche Verpflichtung.
o. A.: 1935. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 21578
Er sah den Mann des Gelöbnisses, der längst seinen Schleier abgelegt hatte.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 302
Zitationshilfe
„Gelöbnis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gelöbnis>, abgerufen am 27.06.2019.

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