Gelee, das oder der

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gelees · Nominativ Plural: Gelees
Nebenform Gelee · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Gelees · Nominativ Plural: Gelees
Aussprache  [ʒəˈleː]
Worttrennung Ge-lee
Herkunft Französisch
Wortbildung  mit ›Gelee‹ als Letztglied: ↗Apfelgelee · ↗Buttermilchgelee · ↗Fruchtgelee · ↗Himbeergelee · ↗Johannisbeergelee · ↗Kirschgelee · ↗Waldmeistergelee · ↗Weingelee
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
durchsichtige, gallertartige Masse
a)
(unter Zusatz von Zucker) eingedickter Fruchtsaft
Beispiele:
süßes Gelee
Gelee aus Johannisbeeren, Kirschen
aus überreifen Früchten lässt sich kein Gelee bereiten
das fertige Gelee in erwärmte Gläser füllen
(unter Zusatz von Gelatine) eingedickter Fleischsaft oder Fischsaft, Aspik
Beispiele:
Aal in Gelee
ein pikantes, saures Gelee
die Bratenplatte war mit Gelee überzogen
b)
durch Gelatine gesteifte Süßspeise
Beispiele:
Blattgelatine verwendet man zur Herstellung von Gelees
ein Gelee aus Wein
das erstarrte Gelee stürzen
2.
fettfreie Glyzerincreme
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gelee · gelieren
Gelee n. ‘eingedickter, gallertartiger Frucht- oder Fleischsaft’. Anfang des 18. Jhs. wird gleichbed. frz. gelée als Fem. übernommen (Neutr. bei Campe 1801), das auf lat. gelāta, substantiviertes Part. Perf. Fem. von lat. gelāre ‘gefrieren, gerinnen’ und ‘gefrieren, gerinnen lassen’ zurückgeht (s. ↗Gallert, ↗Gelatine). gelieren Vb. ‘zu Gelee erstarren, halbfest werden’, aus frz. geler ‘gefrieren, zum Gefrieren bringen, steif werden’ entlehnt (1. Hälfte 20. Jh.), das auf lat. gelāre (s. oben) beruht.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gallert · ↗Gallerte · ↗Gelatine · Gelee
Synonymgruppe
Fruchtgelee · Gelee
Assoziationen
  • Konfitüre · ↗Marmelade  ●  ↗Fruchtaufstrich  fachspr. · Gsälz  ugs., schwäbisch · Guts (Breisgau, Markgräflerland)  ugs., regional · Schlecksl (Ortenau)  ugs., regional · Schmärsel  ugs. · Sießschmeer  ugs., regional · Strichi (Elztal)  ugs., regional

Typische Verbindungen zu ›Gelee‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gelee‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gelee‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Völlig steif wird das Gelee in hohen Gläsern erst nach einiger Zeit.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 245
Wenn ich Obst aus Dosen oder Gläsern verarbeite, koche ich aus dem abgetropften Saft ein köstliches Gelee.
Bild, 04.02.1999
Und heute pumpen sie die gleichen Körperteile künstlich mit Gelee auf.
Süddeutsche Zeitung, 22.10.1994
Alles um mich herum muss ich vergessen, die Leute und der Lärm kommen mir dann vor wie eine weiche Masse, eine Art Gelee.
Die Welt, 20.09.2000
Soeben hat er sechzehn Stück Geflügel in Gelee und zwölf Gänseleberbrötchen verzehrt.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 291
Zitationshilfe
„Gelee“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gelee>, abgerufen am 22.09.2020.

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