Gemälde, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gemäldes · Nominativ Plural: Gemälde
Aussprache 
Worttrennung Ge-mäl-de
Wortbildung  mit ›Gemälde‹ als Erstglied: Gemäldeausstellung · Gemäldegalerie · Gemäldekonservator · Gemälderestaurator · Gemäldesammlung
 ·  mit ›Gemälde‹ als Letztglied: Aktgemälde · Altargemälde · Deckengemälde · Freskengemälde · Freskogemälde · Glasgemälde · Kolossalgemälde · Landschaftsgemälde · Monumentalgemälde · Naturgemälde · Originalgemälde · Sittengemälde · Tongemälde · Wandgemälde · Zeitgemälde · Zukunftsgemälde · Ölgemälde
eWDG

Bedeutungen

1.
von einem Künstler (in Öl) gemaltes, farbiges Bild
Beispiele:
ein altes, wertvolles, berühmtes, (un)bekanntes Gemälde
das Gemälde stellt den Kopf eines alten Mannes, eine Landschaft dar
das Gemälde hat ein ungewöhnliches Format, einen reich verzierten Goldrahmen
einige der ausgestellten Gemälde sind Leihgaben aus Privatbesitz
ein Gemälde in Öl, Aquarell
ein Gemälde rahmen, restaurieren, kaufen, auf einer Versteigerung erwerben, betrachten, an die Wand hängen
er besitzt mehrere kostbare Gemälde
ein Kupferstich nach einem Gemälde von D
2.
übertragen lebendige, anschauliche Schilderung, Beschreibung
Beispiele:
der Roman, das Stück ist ein Gemälde aus dem bürgerlichen Leben, der Lebensart des fremden Landes
Arnold Zweig hat sich die Aufgabe gestellt, ein umfassendes Gemälde des Weltkrieges zu schaffen [ Weiskopf8,128]
Nach dieser Abschweifung … fahre ich fort, das Gemälde meiner Jugend in großen Zügen zu entwerfen [ Th. MannKrull8,273]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gemälde n. ‘gemaltes, farbiges Bild’. Als präfigierter ja-Stamm zu dem unter malen (s. d.) behandelten Verb begegnet ahd. gimāli (8. Jh.), mhd. gemæle ‘Malerei, Zeichnung, Verzierung’, das jedoch von ahd. gimālidi ‘Bild, Malerei, Täfelung’ (11. Jh.), mhd. gemælde verdrängt wird.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bild · Gemälde
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Gemälde‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gemälde‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gemälde‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Würden Sie auf einem Gemälde eine biblische Darstellung von einer der alten Sagen unterscheiden können? [Kellner, Hedwig: Das geheime Wissen der Personalchefs, Frankfurt a. M.: Eichborn 1998, S. 169]
Noch nie hatte mich ein Foto oder Gemälde dermaßen an die Mutter meiner Tochter erinnert wie diese Bilder. [Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 256]
Und doch löscht dieses kleine Gemälde alles in seiner Umgebung aus! [Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 236]
Die frühesten bekannten Gemälde stammen aus der Zeit um 1772. [Abert, Anna Amalie: Gluck. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 27952]
Wer näher herantrat, sah das ganze Gemälde, doch keine plastischen Köpfe mehr. [Die Zeit, 28.10.1999, Nr. 44]
Zitationshilfe
„Gemälde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gem%C3%A4lde>.

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