Gemälde, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gemäldes · Nominativ Plural: Gemälde
Aussprache
WorttrennungGe-mäl-de
Wortbildung mit ›Gemälde‹ als Erstglied: ↗Gemäldeausstellung · ↗Gemäldegalerie · ↗Gemäldesammlung
 ·  mit ›Gemälde‹ als Letztglied: ↗Aktgemälde · ↗Altargemälde · ↗Deckengemälde · ↗Freskogemälde · ↗Landschaftsgemälde · ↗Originalgemälde · ↗Sittengemälde · ↗Tongemälde · ↗Wandgemälde · ↗Zeitgemälde · ↗Zukunftsgemälde · ↗Ölgemälde
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
von einem Künstler (in Öl) gemaltes, farbiges Bild
Beispiele:
ein altes, wertvolles, berühmtes, (un)bekanntes Gemälde
das Gemälde stellt den Kopf eines alten Mannes, eine Landschaft dar
das Gemälde hat ein ungewöhnliches Format, einen reich verzierten Goldrahmen
einige der ausgestellten Gemälde sind Leihgaben aus Privatbesitz
ein Gemälde in Öl, Aquarell
ein Gemälde rahmen, restaurieren, kaufen, auf einer Versteigerung erwerben, betrachten, an die Wand hängen
er besitzt mehrere kostbare Gemälde
ein Kupferstich nach einem Gemälde von D
2.
übertragen lebendige, anschauliche Schilderung, Beschreibung
Beispiele:
der Roman, das Stück ist ein Gemälde aus dem bürgerlichen Leben, der Lebensart des fremden Landes
Arnold Zweig hat sich die Aufgabe gestellt, ein umfassendes Gemälde des Weltkrieges zu schaffen [Weiskopf8,128]
Nach dieser Abschweifung ... fahre ich fort, das Gemälde meiner Jugend in großen Zügen zu entwerfen [Th. MannKrull8,273]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gemälde n. ‘gemaltes, farbiges Bild’. Als präfigierter ja-Stamm zu dem unter ↗malen (s. d.) behandelten Verb begegnet ahd. gimāli (8. Jh.), mhd. gemæle ‘Malerei, Zeichnung, Verzierung’, das jedoch von ahd. gimālidi ‘Bild, Malerei, Täfelung’ (11. Jh.), mhd. gemælde verdrängt wird.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bild · Gemälde
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antiquität Aquarell Collage Druckgraphik Foto Fotografie Grafik Maler Meister Möbel Plastik Porzellan Radierung Reproduktion Sammlung Schmuck Skulptur Stich Zeichnung abstrakt ausstellen berühmt entstanden gestohlen großformatig hängen impressionistisch monumental versteigern wertvoll

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gemälde‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das betrifft auch zwei Gemälde, die jetzt versteigert werden sollen.
Die Welt, 05.01.2006
Dieser hatte seit 1871 begonnen, die von ihm zusammengetragenen Gemälde der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der Tagesspiegel, 15.08.2003
Leider fielen diese kostbaren Gemälde einem erneuten Brand zum Opfer.
o. A.: Lexikon der Kunst - H. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 17630
Haben Sie auch auf diesem Wege Gemälde für sich selbst erworben?
o. A.: Einhundertdreiundfünfzigster Tag. Mittwoch, 12. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23820
Dieses Gemälde einer jungen Frau stammt von dem holländischen Maler Van Dyck.
o. A.: Zweiundzwanzigster Tag. Dienstag, 18. Dezember 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 3586
Zitationshilfe
„Gemälde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gemälde>, abgerufen am 16.02.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Gemähre
gemahnen
Gemahlin
Gemahl
Gemächte
Gemäldeausstellung
Gemäldegalerie
Gemäldekonservator
Gemälderestaurator
Gemäldesammlung