Gemäldegalerie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungGe-mäl-de-ga-le-rie
WortzerlegungGemäldeGalerie
eWDG, 1967

Bedeutung

Beispiele:
Dresden hat eine berühmte Gemäldegalerie
die Gemäldegalerie besuchen, besichtigen
in die Gemäldegalerie gehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Galerie · Gemäldegalerie · Bildergalerie
Galerie f. ‘langer, an einer Seite offener oder verglaster Gang, Ausstellungsgelände für Kunstschätze’. Das Substantiv, entlehnt aus ital. galleria ‘langer überdachter Gang’ bzw. gleichbed. frz. galerie (dieses vielleicht vermittelt durch nl. galerij, galderij), begegnet seit Ende des 16. Jhs. (zunächst in den Formen Gallerei, Galderey) als Fachwort der Architektur (‘Säulengang, Balkon, Empore’), der Gartenbaukunst (‘Laubengang’) und des Festungsbaus (‘überdeckter Graben’), wird aber bald auch (wie im Ital.) für ‘Bilder-, Gemäldesammlung’ (17. Jh.) und schließlich für den ‘obersten Rang im Theater’ (18. Jh.) verwendet. Ital. galleria und das möglicherweise aus dem Ital. stammende, jedoch früher bezeugte afrz. galerie gehen von seit dem 9. Jh. nachzuweisendem mlat. galeria ‘bedeckter Vorbau’ aus, das vermutlich als dissimilatorische Umbildung von mlat. galilaea ‘Vorhalle einer Kirche’ (nach der Bauweise der Cluniazenser), ital. galilea, afrz. galilee anzusehen ist. Diese Bezeichnung folgt lat. Galilaea, dem Namen der Landschaft in Nordpalästina, die in der Bibel als heidnisch gilt. Benennungsmotiv könnte sein, daß sich in der Vorhalle die große Zahl der Laien aufhält, während der Chorraum den Mönchen vorbehalten (und daher mit dem strenggläubigen Judäa vergleichbar) ist. Gemäldegalerie f. Bildergalerie f. (Mitte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gemäldegalerie · ↗Kunstmuseum · ↗Pinakothek  ●  ↗Museum  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Moldau-Stipendium

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antikensammlung Bezirksmuseum Dahlemer Depot Direktor Dresdner Kasseler Kulturforum Kunstbibliothek Kunstgewerbemuseum Kupferstichkabinett Meisterwerk Museumsinsel Münzkabinett Nationalgalerie Oberkustos Rüstkammer Semperoper Skulpturensammlung Sonderausstellung Staatsbibliothek Wandelhall Wandelhalle Wiedereröffnung Wilhelmshöhe Zwinger anhaltinisch anhaltisch eröffnet neueröffnet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gemäldegalerie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Neben den gezeigten 1300 Werken lagern nochmals fast 1600 Werke im Depot der Gemäldegalerie.
Bild, 12.06.1998
Können Sie sich so etwas auch für die Gemäldegalerie vorstellen?
Der Tagesspiegel, 12.05.1998
Noch nie war Kati mit ihm in einem Film gewesen, in einer Gemäldegalerie, in einem Konzert.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 1011
Noch immer ergriffen die Künstler jede Gelegenheit zur Verwirklichung ihres Wunsches, wenigstens die Leitung der Gemäldegalerie einem Maler in die Hände zu spielen.
Bode, Wilhelm von: Mein Leben, 2 Bde. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 1898
Mit den allergrößten Erwartungen ging ich beim Besuch der Gemäldegalerie nach dem Plan ohne mich umzusehen in den Eckraum, wo die Sixtinische Madonna aufgestellt ist.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Zitationshilfe
„Gemäldegalerie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gemäldegalerie>, abgerufen am 20.06.2019.

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