Gemütsmensch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungGe-müts-mensch (computergeneriert)
WortzerlegungGemütMensch1
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich gemütlicher und gutmütiger Mensch
Beispiele:
das lässt du dir alles gefallen? Du bist ein Gemütsmensch! (= zeigst Langmut, trägst alles mit erstaunlicher Ruhe und Gelassenheit!)
er hat halt gar nichts Starres, nichts Hartes und übermäßig Entschlossenes […] er ist ein Schlacks und ein Gemütsmensch [M. WalserEhen19]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Typ beweglich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gemütsmensch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihn, den schwergewichtigen Gemütsmenschen, kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen.
Der Tagesspiegel, 16.03.2003
Eine, mit der sich ihr Chef, ein Gemütsmensch, bisweilen schwertut, so zornig ist sie, so rau.
Die Zeit, 06.07.2009, Nr. 27
Zu solchen Gemütsmenschen paßt die barocke Blasmusik - mit ihr gratuliert er sich zu sich selber und dem Volk zu seinem Kanzler.
o. A.: DER KANZLER IST MIT KOHL ZUFRIEDEN. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1984]
Rembrandt war gewiß kein Gelehrter, aber auch kein einfältiger Gemütsmensch.
Der Spiegel, 20.04.1987
So könnte zum Beispiel ein Gemütsmensch gleichzeitig auch Verstandesmensch sein.
Klemz, Willy: Praktische Menschenkunde, Düsseldorf: Greif 1963, S. 3
Zitationshilfe
„Gemütsmensch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gemütsmensch>, abgerufen am 19.10.2019.

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