Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Generalpause, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Generalpause · Nominativ Plural: Generalpausen
Aussprache [geneˈʀaːlpaʊ̯zə]
Worttrennung Ge-ne-ral-pau-se
Wortzerlegung general- Pause1
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutung

Musik in einem Musikwerk mit mehreren Instrumenten (und Singstimmen) auftretende, meist als starke Zäsur wirkende Pause für alle beteiligten Stimmen
Kollokationen:
in Koordination: Generalpause und Fermate (= Ruhezeichen, Aushaltezeichen)
Beispiele:
In Haydns Sinfonie[…] ist die Brechung noch vergleichsweise subtil, wenn Haydn das erwartbare Jubel‑Finale unerwartet in eine Generalpause münden lässt und so das Publikum zu verfrühtem Applaus verlockt. [Neue Zürcher Zeitung, 01.09.2015]
Bei Anton Bruckner setzt oft nach solchen »Generalpausen«, die auf enorme Klangtürmungen folgen können, […] eine Musik ganz anderen Charakters als davor ein. [Süddeutsche Zeitung, 29.03.2011]
Generalpause [engl. general rest; frz. silence; ital. vuoto], Abk.: G. P., das gleichzeitige Pausieren aller Stimmen eines Tonstückes, wodurch dessen Fluß plötzlich und auffallend unterbrochen wird. [Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 3890]
übertragenEr sagt es langsam, mit großen Generalpausen zwischen den Sätzen. [Süddeutsche Zeitung, 21.07.2004]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Generalpause“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Generalpause>.

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