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Genialität, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Genialität · Nominativ Plural: Genialitäten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ge-ni-ali-tät · Ge-nia-li-tät
Grundformgenial
Herkunft Genie
eWDG

Bedeutung

schöpferische Begabung des Genies, geistig produktive Schöpferkraft
Beispiele:
die Genialität des Dichters, Komponisten, Künstlers
Vergeblich und verlogen darum jeder Versuch, Balzacs Genialität aus seinem Antlitz zu deuten [ St. ZweigBalzac145]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Genie · genial · kongenial · Genialität
Genie n. ‘höchste schöpferische Geisteskraft, hochbegabter schöpferischer Mensch’, Entlehnung (Anfang 18. Jh.) von frz. génie ‘Begabung, Geist, Talent’, das zurückgeht auf lat. genius ‘Schutzgeist’, spätlat. ‘schöpferische Begabung, Talent’ (s. Genius), zugleich aber auch lat. ingenium ‘Charakter, Begabung, Geist, Witz’ wiedergibt, auf dessen Einfluß der Genuswechsel im Dt. vom Maskulinum (noch bei Lessing, Schiller) zum heute allein gültigen Neutrum zurückzuführen ist. – genial Adj. ‘von schöpferischer hoher Begabung’, seit Schiller übliche Verkürzung von genialisch (18. Jh.), das im Dt. zu Genie gebildet ist und nur formal, nicht nach Herkunft und Inhalt lat. geniālis ‘zum Genius gehörig, ehelich, festlich, heiter’ nahesteht. kongenial Adj. ‘geistig ebenbürtig’ (18. Jh.); s. kon-. Genialität f. ‘schöpferische Begabung’ (18. Jh.).

Thesaurus

Typische Verbindungen zu ›Genialität‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Genialität‹.

Verwendungsbeispiele für ›Genialität‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit siebzehn Jahren geht das so, immer am Rand des Ruins, des guten Geschmacks, der Genialität. [Die Zeit, 14.06.1996, Nr. 25]
Zu wissen, zu fühlen, wo es nicht am Platz ist, ist allerdings bereits fast eine Genialität! [Altenberg, Peter: Mein Lebensabend, Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 22024]
Leider gehen die Ideen aber nicht weit genug, vermutlich fürchtet der Mann seine eigene Genialität. [Die Zeit, 21.01.2008, Nr. 03]
Aber seine Genialität ermöglicht ihm, jederzeit einen entscheidenden Moment beizusteuern. [Süddeutsche Zeitung, 29.11.2004]
Aber so einen Moment an Genialität kann man nur kurz festhalten, so eine Energie sucht man dann immer. [Süddeutsche Zeitung, 06.11.2003]
Zitationshilfe
„Genialität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Genialit%C3%A4t>.

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