Genius, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Genius · Nominativ Plural: Genien
Aussprache
WorttrennungGe-ni-us
HerkunftLatein
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
nur im Singular
gehoben höchste schöpferische Geisteskraft, Genie
Beispiele:
der Genius Bachs, Dürers, Goethes
dem Genius Wagners huldigen
2.
gehoben hochbegabter, schöpferischer Mensch, Genie
Beispiel:
Schiller ist neben Goethe der große Genius der deutschen Klassik
3.
Schutzgeist des Menschen
Beispiele:
in der Kunst werden die Genien als geflügelte kleine Götter dargestellt
ein guter Genius hat ihm diese Worte eingegeben, hat ihn gerettet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Genius m. ‘schöpferische Geisteskraft, hochbegabter schöpferischer Mensch, Schutzgeist’, im 16. Jh. aus der klassischen lat. Sprache und Gedankenwelt von den Humanisten ins Dt. übernommen. Lat. genius bezeichnet den ‘Schutzgeist’, zumal den, der über Zeugung, Geburt und Leben des Menschen waltet, dann die im Manne verkörperte ‘Kraft, Energie, Genußfähigkeit’, spätlat. auch ‘schöpferische Begabung, Talent’; zu lat. gignere (genitum) ‘(er)zeugen, hervorbringen’ (also eigentlich ‘Erzeuger’). S. ↗Genie.

Thesaurus

Synonymgruppe
Genie · Genius  ●  Einstein  ugs. · ↗Intelligenzbestie  ugs. · ↗Intelligenzbolzen  ugs. · ↗Intelligenzler  ugs. · brillanter Kopf  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dämon Fackel Geldsack Genius Huldigung Menschheit Offenbarung Rasse Ruhm Schönheit beflügeln beschwören dichterisch einsam einzigartig geflügelt huldigen israelitisch kreativ künstlerisch literarisch menschlich musikalisch opfern poetisch schweben schwebend schöpferisch verehren weiblich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Genius‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das hat mit dem Genius der großen Stadt zu tun.
Der Tagesspiegel, 27.01.2001
Was aber sollte der kindliche Genius in der Schule lernen!
Die Zeit, 23.01.1956, Nr. 04
Aber auch in dem vorgeschriebenen Rahmen vermochte er seinen Genius nicht zu verleugnen.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 288
Wie hinreißend wußte sie von dem Genius ihres Mannes zu sprechen.
Schleich, Carl Ludwig: Besonnte Vergangenheit, Lebenserinnerungen (1859-1919). In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1921], S. 31483
Gegenüber einer absoluten Übermacht muß auch der strategische Genius versagen.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Vierter Teil: Neuzeit, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 3571
Zitationshilfe
„Genius“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Genius>, abgerufen am 23.10.2019.

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