Genrebild, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungGen-re-bild (computergeneriert)
WortzerlegungGenreBild
eWDG, 1967

Bedeutung

siehe auch Genremalerei
Beispiele:
das realistische Genrebild
Sein Streben ging dahin, an Stelle des großen Historienbildes […] das volkstümliche Genrebild zu pflegen [Bild. Kunst1958]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Genre · Genremaler · Genremalerei · Genrebild
Genre n. (bis ins 19. Jh. auch m.) ‘Art des künstlerischen Gestaltens, (künstlerische) Gattung’. Aus lat. genus (Genitiv generis) ‘Abstammung, Geschlecht, Gattung, Art und Weise’ (s. ↗Genus) entlehntes frz. genre ‘Gattung, Art, Stil’ wird in den 70er Jahren des 18. Jhs. als Fachwort der Kunsttheorie (besonders ‘Schreibart’ in der Literatur, doch ebenso ‘Gattung, Manier’ in anderen künstlerischen Bereichen) ins Dt. übernommen. Von der Mitte des 19. Jhs. an ist außerdem (gleichfalls nach frz. Vorbild) nichtterminologischer Gebrauch im Sinne von ‘Art, Sorte’ bezeugt. Selten findet sich das Simplex Genre dagegen (seit Mitte 19. Jh.) für frz. genre ‘Szenen aus dem Alltag einer bestimmten Gesellschaftsschicht darstellender Zweig der bildenden Kunst’. Diese Verwendung bleibt im Dt. vorwiegend in Zusammensetzungen wie Genremaler m. (Ende 18. Jh.), Genremalerei f. Genrebild n. (beide 1. Hälfte 19. Jh.) erhalten, die den Fügungen frz. peintre, peinture, tableau de genre folgen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Darstellung einer Alltagsszene · Genregemälde  ●  Genrebild  Hauptform

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bildnis Jahrhundert Landschaft Maler Porträt Stilleben Szene biedermeierlich gemalt historisch holländisch hübsch malen romantisch schmücken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Genrebild‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fast durchweg halten sich seine Genrebilder an das kleine Format.
Süddeutsche Zeitung, 10.06.1999
Großes Interesse zeigten sie vor allem bei Genrebildern rund um das Soldatenleben.
Die Welt, 24.05.2003
Und zu diesem Spiel konnte auch die Ausstattung seines Landsitzes mit Genrebildern beitragen.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 286
Hier entstand neben Genrebildern der für die englische Literatur überaus wichtige Essay als Kleinkunstwerk.
Schmidt, M.: Moralische Wochenschriften des 18. Jh.s. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 12436
An die Stelle der religiösen Malerei hat nach seiner Meinung "jetzt das sogenannte profan-historische Gemälde" zu treten, nebst seiner Voraussetzung, "dem edleren Genrebild".
Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 270
Zitationshilfe
„Genrebild“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Genrebild>, abgerufen am 18.02.2019.

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