Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gepolter, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gepolters · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ge-pol-ter
Wortzerlegung ge- poltern
Wortbildung  mit ›Gepolter‹ als Letztglied: Donnergepolter
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich das (fortwährende) Poltern
Beispiele:
die Kinder liefen mit Gepolter die Treppe hinunter
das Geschirr fiel mit großem Gepolter zu Boden
abwertend, übertragen lautes, unbeherrschtes Schimpfen
Beispiel:
er sollte sich das ständige Gepolter abgewöhnen

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Rumoren · Gepolter · Gerumpel  ●  Geholper  ugs. · Gerumse  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Gepolter‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gepolter‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gepolter‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Emanuel war nun doch in seinem verhängten Zimmer von dem Lärm und Gepolter unten im Hause aufgewacht und lag horchend und grübelnd auf dem Rücken. [Hauptmann, Gerhart: Der Narr in Christo Emanuel Quint, Berlin: Aufbau-Verl. 1962 [1910], S. 108]
Als Sharon aufsteht und das Frühstücksgeschirr mit demonstrativem Gepolter abzuräumen beginnt, halte ich meine Tasse fest. [Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 63]
Denn was mit großem Gepolter begann, endete im versöhnlichen Vergleich. [Der Tagesspiegel, 03.11.2004]
Weil das vorangegangene Gepolter ziemlich laut war, ist nun erleichtertes Aufatmen zu hören. [Der Tagesspiegel, 23.10.2002]
Frage: Was machen Sie, dass die Spieler trotz Ihres Gepolters nicht resignieren oder sich von Ihnen abwenden? [Die Zeit, 16.08.2010, Nr. 33]
Zitationshilfe
„Gepolter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gepolter>.

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