Gepränge, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gepränges · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungGe-prän-ge (computergeneriert)
Grundformprangen
Wortbildung mit ›Gepränge‹ als Letztglied: ↗Festgepränge
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben Prunk, Prachtentfaltung
Beispiele:
ein festliches, feierliches Gepränge
Am nächsten Morgen ... wurde Voltaire in Gegenwart vieler geistlicher und weltlicher Würdenträger mit allem kirchlichen Gepränge beerdigt [Feuchtw.Füchse617]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prangen · Gepränge
prangen Vb. ‘in Glanz und Pracht erscheinen, leuchten, strahlen, auffällig angebracht sein’, älter auch ‘prahlen’, mhd. frühnhd. brangen, prangen ‘prahlen, großtun, sich zieren’, mnd. prangen ‘prunken’. Aus ‘prahlen, großtun’ entwickelt sich im älteren Nhd. ‘mit Prunk auftreten, stolzieren’, woran sich die heutige Bedeutung ‘sich durch Schönheit und Glanz auszeichnen’ anschließt. Im Nhd. gilt (durch Luther gefördert) der aus dem Nd. und Md. stammende Anlaut pr-. Herkunft ungewiß. Doch ist prangen wohl mit nahestehendem ↗Prunk, ↗prunken (s. d.) zu verbinden und für beide auf Grund einer vorauszusetzenden Bedeutung ‘laut, lärmend, prahlend reden’ lautmalender Ursprung anzunehmen. Gepränge n. ‘Prunk, Prachtentfaltung, Pomp’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geaase · Gepränge · ↗Luxus · ↗Maßlosigkeit · ↗Prasserei · ↗Prunk · ↗Unmäßigkeit · ↗Vergeudung · ↗Verschwendung  ●  ↗Verschleuderung  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Gepränge · ↗Glanz · ↗Herrlichkeit · ↗Pomp · ↗Pracht · ↗Prachtentfaltung · ↗Protz · ↗Prunk
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Glanz Pomp empfangen feierlich feiern festlich höfisch königlich martialisch militärisch monarchisch repräsentativ weltlich äußer

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gepränge‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man sucht vergeblich nach einer stringenten Idee in all dem opulenten, bedeutungsschweren Gepränge.
Die Zeit, 23.11.1973, Nr. 48
Sie reisten im eigenen Wagen und oft mit großem Gepränge.
Bauer, Hans: Wenn einer eine Reise tat, Leipzig: Koehler & Amelang 1973, S. 33
Sie gaben sich mehrheitlich ungezwungen und direkt, verschmähten das Gepränge und die Formen und hätten doch kaum etwas nötiger gehabt als deren Pflege.
Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 288
Pferdegespanne sind da drauf, teils mit schimmerndem Gepränge, teils ungeschmückt.
Süddeutsche Zeitung, 07.11.2002
Handlung enthält sie nicht, wohl aber viel Gepränge und glänzende Schaustellungen.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 28474
Zitationshilfe
„Gepränge“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gepränge>, abgerufen am 23.03.2019.

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