Geräusch, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Geräusch(e)s · Nominativ Plural: Geräusche
Aussprache
WorttrennungGe-räusch
Wortbildung mit ›Geräusch‹ als Erstglied: ↗Geräuscharchiv · ↗Geräuschband · ↗Geräuschdämpfer · ↗Geräuschdämpfung · ↗Geräuschemission · ↗Geräuschempfindlichkeit · ↗Geräuschfolge · ↗Geräuschkulisse · ↗Geräuschlaut · ↗Geräuschmaschine · ↗Geräuschmesser · ↗Geräuschminderung · ↗Geräuschmine · ↗Geräuschpegel · ↗Geräuschteppich · ↗geräuscharm · ↗geräuschdämpfend · ↗geräuschempfindlich · ↗geräuschlos · ↗geräuschvoll
 ·  mit ›Geräusch‹ als Letztglied: ↗Ansauggeräusch · ↗Bühnengeräusch · ↗Fahrgeräusch · ↗Herzgeräusch · ↗Motorengeräusch · ↗Motorgeräusch · ↗Nebengeräusch · ↗Rasselgeräusch · ↗Reifengeräusch · ↗Rumpelgeräusch · ↗Stimmengeräusch · ↗Störgeräusch · ↗Windgeräusch
eWDG, 1967

Bedeutung

unregelmäßiges Gemisch aus einer großen Anzahl von Tönen wechselnder Höhe und Stärke
Beispiele:
ein leises, lautes, dumpfes, gedämpftes, monotones, eigenartiges, verdächtiges, unheimliches Geräusch
ein Geräusch hören, vernehmen
jedes Geräusch vermeiden
ohne Geräusch arbeiten
ein Geräusch verursachen
Durch das offene Fenster kamen schon morgendliche Geräusche [BöllHaus109]
Lärm
Beispiele:
das macht soviel Geräusch
traten die Junker Wulf und Kurt mit großem Geräusch ins Zimmer [StormAquis submersus3,218]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geräusch1 · geräuschlos · geräuschvoll · Geräusch2
Geräusch1 n. ‘aus Tönen wechselnder Höhe, Stärke und Klangfarbe zusammengesetzter Schall’, mhd. geriusche, (md.) gerūsche, frühnhd. Geräusch(e), Gerausch ‘Lärm, Getöse’, mnd. gerūsche, nl. geruis ‘Rauschen’. Das zu dem bei ↗rauschen (s. d.) dargestellten westgerm. Verb gebildete, im Hd. aber seine Bedeutung erweiternde Substantiv wird nhd. in der umgelauteten Form Geräusch(e) üblich, wobei das schon im Frühnhd. häufig fehlende Suffix -e im 18. Jh. völlig schwindet. Dagegen ist umlautloses Gerausche seit dem 17. Jh. als unmittelbar zum Verb rauschen gehörende Vorgangsbezeichnung in Gebrauch. Zu Geräusch stellen sich die Adjektive geräuschlos ‘still, lautlos’ und geräuschvoll ‘laut’ (beide 18. Jh.). Etymologisch hiervon zu trennen ist das in der Jägersprache vorkommende Geräusch2 n. (ohne Plur.) ‘Herz, Lunge, Nieren und Leber des Schalenwildes’ (älter überhaupt ‘Eingeweide’, 16. Jh.), das wie frühnhd. ingereusch (15. Jh.), mnd. rūsch, nd. Rüsch ‘Eingeweide’ wohl an die Wurzel ie. *reu-, *reu̯ə- ‘aufreißen, aufwühlen, ausreißen’ (s. auch ↗Raub, ↗raufen, ↗Riemen, ↗roden) angeschlossen werden kann; vgl. Kaspers in: PBB (H) 80 (1958) 174 ff.

Thesaurus

Synonymgruppe
Geräusch [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Geräusch · ↗Laut · ↗Mucks · ↗Ton

Typische Verbindungen
computergeneriert

Geruch Klang Stille Vibration dringen dumpf dämpfen ertönen erzeugen hören klatschend knackend knirschend kratzend lauschen laut leise merkwürdig metallisch quietschend scheppernd schmatzend seltsam störend unangenehm ungewohnt verdächtig vernehmen zischend übertönen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geräusch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich kann jeden Tag ihr Geräusch hören, ständig, es verschwindet nie.
Die Zeit, 29.05.2013, Nr. 23
Und jetzt merke ich, daß ich unwillkürlich nach diesen Bildern suche, den einzelnen Geräuschen hinter dem Klang.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 6
Ihre letzte CD "Das Geräusch" hält sich seit fast einem Jahr in den Charts.
Bild, 27.07.2004
Das erste schwache Rufen mischte sich noch mit den Geräuschen der Nacht.
Röhrig, Tilman: In dreihundert Jahren vielleicht, Würzburg: Arena 1984 [1983], S. 93
Aus der Tiefe waren peitschende Geräusche an unsere Ohren gedrungen.
Dark, Jason [d.i. Rellergrad, Helmut]: Die Skelett-Vampire, Bergisch Gladbach: Bastei 1992 [1978], S. 43
Zitationshilfe
„Geräusch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geräusch#1>, abgerufen am 22.10.2019.

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Geräusch, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Geräusch(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungGe-räusch
eWDG, 1967

Bedeutung

Jägersprache Herz, Lunge, Nieren und Leber des Schalenwildes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geräusch1 · geräuschlos · geräuschvoll · Geräusch2
Geräusch1 n. ‘aus Tönen wechselnder Höhe, Stärke und Klangfarbe zusammengesetzter Schall’, mhd. geriusche, (md.) gerūsche, frühnhd. Geräusch(e), Gerausch ‘Lärm, Getöse’, mnd. gerūsche, nl. geruis ‘Rauschen’. Das zu dem bei ↗rauschen (s. d.) dargestellten westgerm. Verb gebildete, im Hd. aber seine Bedeutung erweiternde Substantiv wird nhd. in der umgelauteten Form Geräusch(e) üblich, wobei das schon im Frühnhd. häufig fehlende Suffix -e im 18. Jh. völlig schwindet. Dagegen ist umlautloses Gerausche seit dem 17. Jh. als unmittelbar zum Verb rauschen gehörende Vorgangsbezeichnung in Gebrauch. Zu Geräusch stellen sich die Adjektive geräuschlos ‘still, lautlos’ und geräuschvoll ‘laut’ (beide 18. Jh.). Etymologisch hiervon zu trennen ist das in der Jägersprache vorkommende Geräusch2 n. (ohne Plur.) ‘Herz, Lunge, Nieren und Leber des Schalenwildes’ (älter überhaupt ‘Eingeweide’, 16. Jh.), das wie frühnhd. ingereusch (15. Jh.), mnd. rūsch, nd. Rüsch ‘Eingeweide’ wohl an die Wurzel ie. *reu-, *reu̯ə- ‘aufreißen, aufwühlen, ausreißen’ (s. auch ↗Raub, ↗raufen, ↗Riemen, ↗roden) angeschlossen werden kann; vgl. Kaspers in: PBB (H) 80 (1958) 174 ff.

Thesaurus

Synonymgruppe
Geräusch [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Geräusch · ↗Laut · ↗Mucks · ↗Ton

Typische Verbindungen
computergeneriert

Geruch Klang Stille Vibration dringen dumpf dämpfen ertönen erzeugen hören klatschend knackend knirschend kratzend lauschen laut leise merkwürdig metallisch quietschend scheppernd schmatzend seltsam störend unangenehm ungewohnt verdächtig vernehmen zischend übertönen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geräusch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich kann jeden Tag ihr Geräusch hören, ständig, es verschwindet nie.
Die Zeit, 29.05.2013, Nr. 23
Und jetzt merke ich, daß ich unwillkürlich nach diesen Bildern suche, den einzelnen Geräuschen hinter dem Klang.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 6
Ihre letzte CD "Das Geräusch" hält sich seit fast einem Jahr in den Charts.
Bild, 27.07.2004
Das erste schwache Rufen mischte sich noch mit den Geräuschen der Nacht.
Röhrig, Tilman: In dreihundert Jahren vielleicht, Würzburg: Arena 1984 [1983], S. 93
Aus der Tiefe waren peitschende Geräusche an unsere Ohren gedrungen.
Dark, Jason [d.i. Rellergrad, Helmut]: Die Skelett-Vampire, Bergisch Gladbach: Bastei 1992 [1978], S. 43
Zitationshilfe
„Geräusch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geräusch#2>, abgerufen am 22.10.2019.

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