Gerüst, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gerüst(e)s · Nominativ Plural: Gerüste
Aussprache
WorttrennungGe-rüst
Wortbildung mit ›Gerüst‹ als Erstglied: ↗Gerüstbauer  ·  mit ›Gerüst‹ als Letztglied: ↗Arbeitsgerüst · ↗Baugerüst · ↗Fördergerüst · ↗Grundgerüst · ↗Hängegerüst · ↗Lehrgerüst · ↗Leitergerüst · ↗Maurergerüst · ↗Mengengerüst · ↗Putzgerüst · ↗Stahlgerüst · ↗Stahlrohrgerüst · ↗Standgerüst · ↗Tragegerüst
eWDG, 1967

Bedeutung

Gefüge aus Holzpfeilern, Stahlrohr und Bohlen, das besonders als Hilfskonstruktion beim Errichten und Ausbessern von Bauwerken dient
Beispiele:
ein Gerüst aufschlagen, erbauen
ein Gerüst zum Klettern
vom Gerüst fallen
die Gerüste um den Neubau sind bereits gefallen
übertragen Grundplan, Entwurf
Beispiele:
das gedankliche Gerüst eines Dramas
Sie [die Axiome] bilden das bisherige logische Gerüst unserer Sprachwissenschaft [Forschungen1956]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gerüst n. ‘Gefüge aus Brettern und Planken, Stützgestell, Hilfskonstruktion’ ist eine nur im Dt. belegte Bildung zu den unter ↗rüsten (s. d.) verzeichneten Verbformen. Der im Nhd. eingeengten Bedeutung steht in älterer Sprache (der Verwendung des Verbs folgend) reicher Gebrauch gegenüber, vgl. ahd. girusti (8. Jh.), mhd. mnd. gerüste ‘Vorrichtung, Zurüstung, Aufbau, Gebäude, Werkzeug, Gestell, Ausrüstung, Waffenrüstung, Kleidung, Schmuck’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Architektur · ↗Aufbau · Gerüst · ↗Gliederung · ↗Oberbau · ↗Struktur · ↗Überbau
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Anordnung · ↗Aufbau · ↗Beschaffenheit · ↗Form · ↗Geflecht · ↗Gefüge · ↗Gerippe · Gerüst · ↗Konsistenz · ↗Organisation · ↗Qualität · ↗Struktur · ↗Zustand
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bauarbeiter Bauplane Bauzaun Einsturz Hebebühne Kran Plane Schalung abbauen dramaturgisch dürr einstürzen fahrbar formal gezimmert harmonisch hölzern konstruktiv montieren rhythmisch starr stählern stützend theoretisch tragend turnen verdecken wackelig wacklig zimmern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gerüst‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber für sie muss man kein Gerüst in der Wand befestigen.
Bild, 10.04.2002
Doch hier ist kein rechtwinkliges Gerüst lediglich wild verkleidet worden.
Der Tagesspiegel, 21.10.1999
Die rankenden Sorten benötigen zum Festhalten ein Gerüst aus Stäben.
Reinhardt Höhn, Blumen für den Balkon: Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag 1976, S. 68
Auch der Minister kletterte an manchen Tagen auf den Gerüsten umher.
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 314
Auf dem Hof, der sich vor ihm ausbreitete, stand kein Gerüst.
Zeitler, Andreas: Eines Mannes beste Zeit. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 70
Zitationshilfe
„Gerüst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gerüst>, abgerufen am 19.09.2019.

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