Geranie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Geranie · Nominativ Plural: Geranien
Aussprache
WorttrennungGe-ra-nie (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
eWDG, 1967

Bedeutung

mehrjährige Pflanze mit zahlreichen, meist leuchtend roten Blüten und gelappten Blättern, die häufig in Balkonkästen gepflanzt wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geranie f. Name verschiedener Storchschnabelgewächse, besonders ‘Pelargonie’. Die zu griech. géranos (γέρανος) ‘Kranich’ gebildete Pflanzenbezeichnung griech. geránion (γεράνιον) ‘Storchschnabel’ gelangt über Plinius (griech.-lat. geranion) als botan.-lat. Geranium in die naturwissenschaftliche Fachsprache der Neuzeit (Linné 1737). Sie gilt anfangs für in Mitteleuropa heimische Geraniazeen-Arten der heutigen Gattungen Geranium und Erodium, die im Dt. mit den volkstümlichen Benennungen Storch(en)schnabel, Kranichschnabel (zuerst ahd. stor(a)hessnabul, kranuh(hes)snabul, 11. Jh.) belegt werden. Geranium wird in der 1. Hälfte des 18. Jhs. ins Dt. übernommen und im 19. Jh. zu Geranie umgebildet. Es bezeichnet hier allerdings in der Regel (heute neben Pelargonie und Storchschnabel) die Vertreter der ebenfalls zur Familie der Storchschnabelgewächse gehörenden Gattung Pelargonium, die meist aus Südafrika stammen und im 18. Jh. als Zierpflanzen in Europa bekannt werden. Die Namengebung gründet sich in allen Fällen auf die einem Vogelkopf mit langem Schnabel ähnelnde Form der Früchte; vgl. dazu noch griech. pelargós (πελαργός) ‘Storch’ und griech. erōdiós (ἐροῳδιός) ‘Reiher’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Balkon Blumenkasten Fenster blühen blühend rot

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geranie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Geranien vor allem prunken da, und fast immer sind sie dunkelrot.
Der Tagesspiegel, 29.05.2005
In einer Art hilfloser Übersprunghandlung räumt der Regisseur in seinem chaotischen Garten Geranien auf.
Die Zeit, 02.06.2004, Nr. 23
Grüne Ranken kletterten übermütig an den grauen Wänden empor, vor allen Fenstern nickten rote Geranien.
Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 1670
Er lag wieder flach da und schaute zwischen den Geranien durch auf den Vorplatz.
Walter, Otto F.: Der Stumme, München: Kösel 1959, S. 105
Still und feiertäglich, mit blanken Fenstern und blühenden Geranien und knospendem Goldlack dahinter lagen die Häuser.
Frapan, Ilse: Arbeit. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 5478
Zitationshilfe
„Geranie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geranie>, abgerufen am 18.09.2019.

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