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Gerippe, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gerippes · Nominativ Plural: Gerippe
Aussprache 
Worttrennung Ge-rip-pe
Wortzerlegung ge- Rippe
Wortbildung  mit ›Gerippe‹ als Letztglied: Knochengerippe · Pferdegerippe · Schiffsgerippe · Totengerippe

Bedeutungsübersicht+

  1. Knochengerüst, Skelett
    1. [bildlich] ...
    2. [übertragen] ...
eWDG

Bedeutung

Knochengerüst, Skelett
Beispiele:
das Gerippe eines Menschen, Pferdes, Mammuts
das menschliche Gerippe
saloppsie sieht aus wie ein wandelndes Gerippe, ist nur noch ein dürres, mageres Gerippe (= sie ist sehr mager)
bildlich
Beispiel:
das Gerippe eines Schiffes
übertragen
Beispiel:
das Gerippe (= Gerüst) des Dramas, Aufsatzes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rippe · Gerippe · Rippenspeer
Rippe f. einer der gebogenen Knochen, die den Brustkorb von Menschen und Wirbeltieren bilden, ahd. ribbi, rippi n. (9. Jh.), ribba, rippa f. (10. Jh.), mhd. rippe, rib(b)e, riebe f. n., asächs. ribbi n., mnd. ribbe, rebbe m. n., mnl. ribbe, rebbe, nl. rib(be), afries. rib, reb m. n., aengl. rib(b), engl. rib, anord. rif, auch ‘Riff’ (s. Riff), schwed. rev führen als j-Ableitungen (germ. *rebja-) mit der ro-Ableitung aslaw. rebro ‘Rippe, Seite’, russ. rebró (ребро) ‘Rippe’ sowie mit griech. eréphein (ἐρέφειν) ‘überdecken, überdachen’ und (ablautend) órophos (ὂροφος) ‘Bedeckung, Dach’ auf eine Wurzel ie. *rebh- ‘überwölben, überdachen’. Die Rippen sind also die Bedeckung der Brusthöhle. – Gerippe n. ‘Knochengerüst der Brust, des Körpers, Skelett’ (17. Jh.), gebildet mit kollektivem ge- (s. d.). Rippenspeer m. ‘gepökeltes Rippenstück vom Schwein’, Rippspeer (18. Jh.), mnd. ribbespēr; das Grundwort (s. Speer) bezeichnet zunächst den Bratspieß, auf den das Rippenstück gesteckt wird, danach im Kompositum das Fleisch selbst.

Thesaurus

Synonymgruppe
Außenhaut · Gerippe · Muschel · Schale
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Gebeine · Knochengerüst · Skelett  ●  Gerippe  ugs.
Oberbegriffe
  • Teil eines Lebewesens
Anatomie, Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Gerippe · Grundlage für Soße · Karkasse · Knochengerüst
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Gerippe‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gerippe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gerippe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es soll eben vorerst hier nur ein Gerippe gegeben werden, hinlänglich, um mit leidlich eindeutig bestimmten Begriffen operieren zu können. [Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 56]
Wo gerade noch 85 Jahre alte Bäume ihre lebenden Schatten geworfen hatten, ragten verkahlte Äste sinnlos als Gerippe. [Der Spiegel, 15.04.1985]
Sollte man »das Gerippe der Einheit« besser im Schrank lassen? [Die Zeit, 02.03.2006, Nr. 10]
Doch ist das glücklicherweise nicht der Corpus des Buches, knapp sein Gerippe. [Die Zeit, 13.10.2005, Nr. 42]
Ein Senior äußert, „noch nie derart elegante Gerippe“ gesehen zu haben. [Die Zeit, 01.10.1993, Nr. 40]
Zitationshilfe
„Gerippe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gerippe>.

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