Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gescheitheit, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Ge-scheit-heit
Grundformgescheit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gescheit · Gescheitheit
gescheit Adj. ‘klug, verständig’, mhd. geschīde ‘gescheit, schlau’ ist Adjektivbildung zum Verb mhd. schīden ‘scheiden, deuten, auslegen, entscheiden’ (neben mhd. nhd. scheiden, s. d.) und bedeutet eigentlich ‘geistig scharf sondernd und durchdringend’. nicht (recht) gescheit sein ‘etwas verrückt sein’ (16. Jh.). Gescheitheit f. ‘Klugheit’ (18. Jh.), älter Gescheidigkeit, spätmhd. geschīdekeit ‘Klugheit, Scharfsinn’.

Verwendungsbeispiele für ›Gescheitheit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die zwei Frauen reden oft miteinander über ihre unerhörte Gescheitheit. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 02.04.1928]
Zuviel Taktik hat schon oft geschadet, und zuviel Gescheitheit bricht gewöhnlich den Schwung. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 09.03.1925]
Allein, er ist von jener Art Gescheitheit, die bereits durch das technischmechanistische Denken entscheidend geformt ist. [Die Zeit, 27.05.1960, Nr. 22]
Die gockelhaften Männer traktieren einander und die umworbenen Frauen mit unendlich geschraubten Gescheitheiten. [Die Zeit, 22.02.1993, Nr. 08]
Wissen die zuständigen Leute bei aller Gescheitheit nicht, was sie tun? [Süddeutsche Zeitung, 07.12.2002]
Zitationshilfe
„Gescheitheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gescheitheit>.

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