Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Geschicklichkeit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Geschicklichkeit · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ge-schick-lich-keit
Wortbildung  mit ›Geschicklichkeit‹ als Erstglied: Geschicklichkeitsfahrer · Geschicklichkeitsprobe · Geschicklichkeitsspiel · Geschicklichkeitsübung
 ·  mit ›Geschicklichkeit‹ als Letztglied: Handgeschicklichkeit
eWDG

Bedeutung

Fähigkeit und Flinkheit, Geschick
Beispiele:
etw. erfordert große Geschicklichkeit
er hat es darin zu ungewöhnlicher Geschicklichkeit gebracht
er hat sich diese Geschicklichkeit durch lange Übung erworben
etw. mit Geschicklichkeit handhaben
mit erstaunlicher Geschicklichkeit über ein Hindernis klettern
manuelle Geschicklichkeit
seiner Geschicklichkeit vertrauen
einem Gespräch mit großer Geschicklichkeit ausweichen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geschick · Geschicklichkeit · Mißgeschick
Geschick n. ‘Fähigkeit, etw. in rechter Weise zu tun, Schicksal’, Abstraktbildung zu dem unter schicken (s. d.) aufgeführten Verb. Mhd. geschicke ‘Begebenheit, Ordnung, Anordnung, Aufstellung zum Kampf, Vermächtnis, Benehmen’ wird in nhd. Zeit in seiner Bedeutung verengt zu ‘was dem Menschen von höheren Mächten geschickt, zugefügt, verhängt wird, Schicksal’ (seit dem 15. Jh.) und (unter Einfluß von geschickt, s. d.) ‘Fähigkeit, etw. schicklich, passend zu tun’ (17. Jh.). In der Alltagssprache noch etw. wieder ins Geschick (‘in Ordnung’) bringen, aus dem Geschick (‘aus der Ordnung’) sein. Geschicklichkeit f. ‘natürliche Begabung, Gewandtheit, Fertigkeit’ (15. Jh.), zu heute unüblichem geschicklich Adj. ‘geziemend, passend, geschickt’ (15. Jh.). Mißgeschick n. ‘Unglück’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geschick · Geschicklichkeit · Gewandtheit  ●  Pli  geh., franz., lat.
Synonymgruppe
Fertigkeit · Geschick · Geschicklichkeit · Kunstfertigkeit  ●  Handgeschick  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Geschicklichkeit‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geschicklichkeit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Geschicklichkeit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist ohne besondere Geschicklichkeit möglich, sich selber Systeme zu basteln. [Zeiske, Wolfgang: Angle richtig!, Berlin: Sportverl. 1974 [1959], S. 44]
Denn nie verstandet ihr euch auf die kluge Geschicklichkeit, zu nehmen, nur auf die zärtliche Kunst, zu geben! [Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18259]
Für Action ist gesorgt: zwei Spiele gleichzeitig zu spielen erfordert große Geschicklichkeit. [C't, 1992, Nr. 3]
Aber sind die schönen zeitlosen Geschichten nicht für alle Zeit mit Geschicklichkeit kontaminiert? [Die Zeit, 23.04.1993, Nr. 17]
Und doch ist es so; nur mit anderen Mitteln erproben sie ihre Geschicklichkeit gegen sich selbst. [Die Zeit, 21.05.1982, Nr. 21]
Zitationshilfe
„Geschicklichkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geschicklichkeit>.

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