Geschicklichkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Geschicklichkeit · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungGe-schick-lich-keit
Wortbildung mit ›Geschicklichkeit‹ als Erstglied: ↗Geschicklichkeitsspiel · ↗Geschicklichkeitsübung  ·  mit ›Geschicklichkeit‹ als Letztglied: ↗Handgeschicklichkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

Fähigkeit und Flinkheit, Geschick
Beispiele:
etw. erfordert große Geschicklichkeit
er hat es darin zu ungewöhnlicher Geschicklichkeit gebracht
er hat sich diese Geschicklichkeit durch lange Übung erworben
etw. mit Geschicklichkeit handhaben
mit erstaunlicher Geschicklichkeit über ein Hindernis klettern
manuelle Geschicklichkeit
seiner Geschicklichkeit vertrauen
einem Gespräch mit großer Geschicklichkeit ausweichen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geschick · Geschicklichkeit · Mißgeschick
Geschick n. ‘Fähigkeit, etw. in rechter Weise zu tun, Schicksal’, Abstraktbildung zu dem unter ↗schicken (s. d.) aufgeführten Verb. Mhd. geschicke ‘Begebenheit, Ordnung, Anordnung, Aufstellung zum Kampf, Vermächtnis, Benehmen’ wird in nhd. Zeit in seiner Bedeutung verengt zu ‘was dem Menschen von höheren Mächten geschickt, zugefügt, verhängt wird, Schicksal’ (seit dem 15. Jh.) und (unter Einfluß von ↗geschickt, s. d.) ‘Fähigkeit, etw. schicklich, passend zu tun’ (17. Jh.). In der Alltagssprache noch etw. wieder ins Geschick (‘in Ordnung’) bringen, aus dem Geschick (‘aus der Ordnung’) sein. Geschicklichkeit f. ‘natürliche Begabung, Gewandtheit, Fertigkeit’ (15. Jh.), zu heute unüblichem geschicklich Adj. ‘geziemend, passend, geschickt’ (15. Jh.). Mißgeschick n. ‘Unglück’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geschick · Geschicklichkeit · ↗Gewandtheit  ●  ↗Pli  geh., franz., lat.
Synonymgruppe
Fertigkeit · Geschick · Geschicklichkeit · ↗Kunstfertigkeit  ●  Handgeschick  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausdauer Beweglichkeit Einfallsreichtum Fertigkeit Fitness Fleiß Geduld Geschmeidigkeit Gewandtheit Intelligenz Klugheit Kombinationsgabe Kunstfertigkeit Können Muskelkraft Mut Reaktionsvermögen Schnelligkeit Sorgfalt Tüchtigkeit angeboren bewundernswert dialektisch erfordern handwerklich manuell motorisch paaren taktisch testen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geschicklichkeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei sollen sie Vertrauen in ihre Fähigkeiten gewinnen, ihre Geschicklichkeit trainieren und ihren Mut zum Risiko testen.
Süddeutsche Zeitung, 09.05.2000
Vielmehr wollen sie im virtuellen Flug ihre eigene Geschicklichkeit testen.
Der Tagesspiegel, 28.07.1998
Es ist ohne besondere Geschicklichkeit möglich, sich selber Systeme zu basteln.
Zeiske, Wolfgang: Angle richtig!, Berlin: Sportverl. 1974 [1959], S. 44
Denn nie verstandet ihr euch auf die kluge Geschicklichkeit, zu nehmen, nur auf die zärtliche Kunst, zu geben!
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18259
Es kostete uns immer viel Geschicklichkeit, bis wir endlich ein Glas über sie stülpen und einen Deckel darauf bringen konnten.
Bücherl, Wolfgang: Das Haus der Gifte, Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung 1963, S. 104
Zitationshilfe
„Geschicklichkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geschicklichkeit>, abgerufen am 26.08.2019.

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