Geschmeide, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Geschmeides · Nominativ Plural: Geschmeide
Aussprache 
Worttrennung Ge-schmei-de
Wortbildung  mit ›Geschmeide‹ als Letztglied: ↗Brautgeschmeide · ↗Diamantengeschmeide · ↗Diamantgeschmeide
eWDG

Bedeutung

gehoben wertvoller Schmuck, mit Edelsteinen oder Perlen besetzte Goldschmiedearbeit
Beispiele:
sich mit funkelndem, kostbarem Geschmeide schmücken
ein silbernes, goldenes Geschmeide kaufen
ihr goldenes Geschmeide blitzet [ HeineIch weiß nicht]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geschmeide · geschmeidig
Geschmeide n. ‘kostbare Goldschmiedearbeit, Schmuck’, ahd. gismīdi ‘Metall’ (11. Jh.), mhd. gesmīde ‘Metall, Schmiedearbeit, Schmuck’ ist eine Kollektivbildung zu ahd. smīda ‘Metall’ (um 800), mhd. smīde ‘Metall(schmuck)’. Mhd. gesmīde bezeichnet jede ‘Schmiedearbeit’, also ‘Metallgeräte, Waffen und Rüstung’, danach auch ‘Metallschmuck’ (ahd. dafür das Kompositum (gi)smīdazierida, 11. Jh.). Die engere Bedeutung ‘Schmuck, besonders Goldschmiedearbeit’ setzt sich im 18. Jh. durch. Zur Etymologie s. ↗Schmied. geschmeidig Adj. ‘biegsam, leicht zu bearbeiten’, mhd. gesmīdec ‘leicht zu schmieden, zu bearbeiten, gestaltbar, nachgiebig’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Geschmeide · ↗Juwelierwaren · Pretiosen · Preziosen · ↗Schmuck
Oberbegriffe
  • nicht lebendes Objekt · unbelebtes Objekt
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Geschmeide‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geschmeide‹.

Verwendungsbeispiele für ›Geschmeide‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unter eisfunkelndem Geschmeide irren sie umher, unermeßlich reich, doch verdammt.
Süddeutsche Zeitung, 30.07.1994
Das teure Geschmeide hing einfach so an langen Fäden von der Decke herab.
Bild, 05.07.2001
Da huscht ein Unbekannter in das Zimmer, ersticht den Kavalier und flieht mit dem Geschmeide.
Fath, Rolf: Werke - C. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 393
Ich besitze viele Mäntel und viel kostbares Geschmeide, Halsketten und Armringe.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 236
Schmuck wie ein Geschmeide lag das gläserne Gerät in die genau nach seiner Figur ausgesparte Vertiefung der roten Samtpolsterung gebettet.
Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 206
Zitationshilfe
„Geschmeide“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geschmeide>, abgerufen am 16.04.2021.

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