Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Geschreibsel, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Geschreibsels · Nominativ Plural: Geschreibsel · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ge-schreib-sel
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend das Geschriebene
Beispiele:
ein miserables, schlechtes Geschreibsel
daß in diesem Geschreibsel nicht das geringste, nicht das allergeringste Zeichen von Begabung festzustellen sei [ G. Hauptm.3,290]

Thesaurus

Synonymgruppe
(schlecht leserliche) Handschrift  ●  Gekrakel  ugs. · Gekritzel  ugs. · Geschmier  ugs. · Geschmiere  ugs. · Geschreibsel  ugs. · Gesudel  ugs. · Hieroglyphen  ugs., fig. · Klaue  ugs. · Pfote  ugs. · Sauklaue  ugs. · Sudelarbeit  ugs.

Verwendungsbeispiele für ›Geschreibsel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Schreiben im Journalismus für Leser, die durch Geschreibsel nur in ihrer eigenen Ansicht bestätigt werden wollen, hat er gehasst. [Süddeutsche Zeitung, 21.07.2003]
Doch der Chirurg warf uns „oberflächliches Geschreibsel“ vor, das „schlecht recherchiert“ sei. [Die Zeit, 12.07.2007, Nr. 28]
Aber der Tenor des Ganzen scheint mir maßloser als alles frühere Geschreibsel. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1944. In: Nowojski, Walter (Hg.), Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1944], S. 109]
Mit seinem rechten Arm verdeckte er die Sicht auf sein Geschreibsel. [Die Zeit, 18.03.2013, Nr. 11]
Unter Glas wird das Geschreibsel jetzt für zukünftige Bundestagsgenerationen konserviert. [Die Zeit, 11.10.1996, Nr. 42]
Zitationshilfe
„Geschreibsel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geschreibsel>.

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