Geschreibsel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Geschreibsels · Nominativ Plural: Geschreibsel · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungGe-schreib-sel
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend das Geschriebene
Beispiele:
ein miserables, schlechtes Geschreibsel
daß in diesem Geschreibsel nicht das geringste, nicht das allergeringste Zeichen von Begabung festzustellen sei [G. Hauptm.3,290]

Thesaurus

Synonymgruppe
(schlecht leserliche) Handschrift  ●  ↗Gekrakel  ugs. · ↗Gekritzel  ugs. · ↗Geschmier  ugs. · ↗Geschmiere  ugs. · Geschreibsel  ugs. · ↗Gesudel  ugs. · Hieroglyphen  ugs., fig. · ↗Klaue  ugs. · ↗Pfote  ugs. · ↗Sauklaue  ugs. · ↗Sudelarbeit  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Schreiben im Journalismus für Leser, die durch Geschreibsel nur in ihrer eigenen Ansicht bestätigt werden wollen, hat er gehasst.
Süddeutsche Zeitung, 21.07.2003
Doch der Chirurg warf uns „oberflächliches Geschreibsel“ vor, das „schlecht recherchiert“ sei.
Die Zeit, 12.07.2007, Nr. 28
Aber der Tenor des Ganzen scheint mir maßloser als alles frühere Geschreibsel.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1944. In: Nowojski, Walter (Hg.), Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1944], S. 109
Das oberflächliche Geschreibsel für die halb nackten Hupfdohlen machte ihn ganz matschig in der Birne.
Die Welt, 08.10.2005
Viele Bürger ärgern sich über das Geschmiere, das unentzifferbare Geschreibsel an der Rückenlehne.
Süddeutsche Zeitung, 28.09.1995
Zitationshilfe
„Geschreibsel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geschreibsel>, abgerufen am 20.10.2019.

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