Geschwister, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Geschwisters · Nominativ Plural: Geschwister
Aussprache
WorttrennungGe-schwis-ter (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Geschwister‹ als Erstglied: ↗Geschwisterkind · ↗Geschwisterpaar · ↗Geschwisterteil
 ·  mit ›Geschwister‹ als Letztglied: ↗Halbgeschwister · ↗Milchgeschwister · ↗Stiefgeschwister · ↗Zwillingsgeschwister
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
nur im Plural
Kinder derselben Eltern
Beispiele:
die Geschwister sehen sich sehr ähnlich
die Geschwister lieben sich sehr, hängen sehr aneinander
wir sind fünf Geschwister
ich habe noch vier Geschwister (= wir sind fünf Kinder)
die Geschwister M
2.
Biologie, Statistik Geschwisterteil
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geschwister · geschwisterlich · Geschwisterkind
Geschwister meist Plur. (selten Sing. n.) ‘Brüder und Schwestern’, ahd. giswester (Plur. f.) ‘Schwestern’ (9. Jh.), mhd. geswester, geswister (Plur. f., vereinzelt auch kollektiver Sing. n.), asächs. giswestar (Plur. f.), mnl. ghesuster(e), nl. gezusters (Plur.), aengl. gesweostor (Plur. f.) ist eine nur westgerm. bezeugte Kollektivbildung zu dem unter ↗Schwester (s. d.) genannten Substantiv und bezeichnet ursprünglich allein die Schwestern (entsprechend Gebrüder, s. ↗Bruder), doch werden später (vereinzelt zuerst mhd.) auch Brüder eingeschlossen. Gelegentlicher singularischer Gebrauch im Nhd. folgt neutralem Genus. geschwisterlich Adj. (16. Jh.). Geschwisterkind n. (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Brüder und Schwestern · Geschwister
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Cousin Cousine Ehegatte Ehepartner Elter Eltern Freund Großeltern Großmutter Mutter Neffe Nichte Onkel Tante Vater Verwandter acht aufwachsen beid drei ermordet erwachsen fünf leiblich neun sechs sieben ungleich vier Älteste

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geschwister‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihre älteren Geschwister hat sie dort unten schon oft besucht.
Die Zeit, 10.10.2007, Nr. 42
Sie sind, geologisch gesehen, weniger rege als ihre beiden kleineren Geschwister.
Der Tagesspiegel, 01.11.2004
Mit meinen Geschwistern konnte ich nicht über so etwas reden.
Der Spiegel, 23.04.2001
Mit zunehmendem Alter werden die Spannungen zwischen Geschwistern meist geringer.
Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 27
Die erwachsenen Geschwister taten erhaben, aber wenn niemand dabei war, machten auch sie mit.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 13
Zitationshilfe
„Geschwister“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Geschwister>, abgerufen am 22.08.2019.

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