Gesellschaftsmaler, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Gesellschaftsmalers · Nominativ Plural: Gesellschaftsmaler
Aussprache [gəˈzɛlʃafʦˌmaːlɐ]
Worttrennung Ge-sell-schafts-ma-ler
Wortzerlegung GesellschaftMaler
DWDS-Vollartikel, 2020

Bedeutung

Maler, der vorrangig Personen und Szenen des gesellschaftlichen Lebens künstlerisch darstellt
Beispiele:
Die Tate Britain zeigt den ganzen Gainsborough: den Zeichner, Landschafts‑ und Gesellschaftsmaler, als der er berühmt wurde. Folgerichtig bilden seine Porträts das Herzstück der Ausstellung. [Neue Zürcher Zeitung, 21.12.2002]
Das betulich brave Porträt, das der englische Gesellschaftsmaler Ozias Humphry um 1788 von Jane Austen malte, zierte 1884 das Frontispiz der Erstausgabe ihrer Briefe. [Die Zeit, 03.04.2007, Nr. 15]
Die Königin hat mehr als 120 Künstlern Modell gestanden, von dem ungarischen Gesellschaftsmaler Philip de Laszlo über Annigoni bis hin zu Lucian Freud. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.05.2005]
Die im Grunde harmlosen Zeichnungen standen somit im krassen Gegensatz zu den heroisierenden Bismarck‑Porträts des Münchner Malerfürsten Franz von Lenbach. Der weiland gefragteste Gesellschaftsmaler setzte dem Eisernen Kanzler […] ein wahrlich eindrucksvolles Denkmal[…]. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.02.2003]
Bald stieg Goya zum Akademiemitglied, erfolgreichen Gesellschaftsmaler und gefragten Porträtisten auf. Es gab kaum ein Mitglied der eleganten Gesellschaft, das nicht von Goya im Kostüm der Madrider Unterschicht dargestellt werden wollte. [Berliner Zeitung, 30.03.1996]
Zitationshilfe
„Gesellschaftsmaler“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gesellschaftsmaler>, abgerufen am 16.07.2020.

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