Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gesindeordnung, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Ge-sin-de-ord-nung
Wortzerlegung Gesinde Ordnung
eWDG

Bedeutung

historisch in Deutschland bis 1918 gültige Ordnung, welche die Arbeitsverhältnisse des Gesindes regelte

Typische Verbindungen zu ›Gesindeordnung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gesindeordnung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gesindeordnung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit fast zwei Jahren sei der Passus von der Gesindeordnung gestrichen. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 14.02.1902]
An eine Anzeige auf Grund der Gesindeordnung dachte er nicht mehr. [Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870]
Durch eine neue Gesindeordnung glaubte der Gutsbesitzer der vermeintlich bevorstehenden Zuchtlosigkeit vorbeugen zu können. [Harmjanz, Heinrich: Ostpreußische Bauern, Königsberg: Reichsnährstand Verl. Ges. 1939 [1938], S. 97]
Die landesrechtlichen Gesindeordnungen regeln die Rechte und Pflichten von Herrschaft und G. und schreiben die Führung von Gesindezeugnisbüchern vor. [o. A.: G. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 27181]
Hierzu kommt, daß der Knecht laut Gesindeordnung eigentlich so gut wie nichts verweigern darf, was ihm die Herrschaft aufzutragen beliebt. [Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870]
Zitationshilfe
„Gesindeordnung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gesindeordnung>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Gesindel
Gesindekammer
Gesindehaus
Gesindebrot
Gesinde
Gesindestube
Gesinge
Gesinnung
Gesinnungsethik
Gesinnungsfreund