Gesindeordnung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungGe-sin-de-ord-nung (computergeneriert)
WortzerlegungGesindeOrdnung
eWDG, 1967

Bedeutung

historisch in Deutschland bis 1918 gültige Ordnung, welche die Arbeitsverhältnisse des Gesindes regelte

Typische Verbindungen
computergeneriert

preußisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gesindeordnung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An eine Anzeige auf Grund der Gesindeordnung dachte er nicht mehr.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Seit fast zwei Jahren sei der Passus von der Gesindeordnung gestrichen.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 14.02.1902
Durch eine neue Gesindeordnung glaubte der Gutsbesitzer der vermeintlich bevorstehenden Zuchtlosigkeit vorbeugen zu können.
Harmjanz, Heinrich: Ostpreußische Bauern, Königsberg: Reichsnährstand Verl. Ges. 1939 [1938], S. 97
Die landesrechtlichen Gesindeordnungen regeln die Rechte und Pflichten von Herrschaft und G. und schreiben die Führung von Gesindezeugnisbüchern vor.
o. A.: G. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 27181
Eine alte rheinische Gesindeordnung verbot im 19. Jahrhundert, daß den Hausangestellten öfter als dreimal in der Woche Lachs zugemutet werden durfte.
Die Zeit, 10.09.1971, Nr. 37
Zitationshilfe
„Gesindeordnung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gesindeordnung>, abgerufen am 25.05.2019.

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